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mague

Cinemascope

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mague

Hi,

 

ich wollte es gerne mal wieder ansprechen. Ich bekomme inzwischen die Vollkriese wenn ich alte Cinemascope Filme sehe. Manchmal sogar, von der Qualität her, in bestem HD. Bei direktem digitalisieren mutiert Winnetou aber zum Hobbit. Klein und untersetzt ;) Was für ein diletantisches digitalisieren. Naja, wenigstens lassen sie es in Widescreen und schnippeln es nur ganz selten auf 4:3

 

Da der DVBViewer ja auf ein, wenn auch minimalistisches, 3D Objekt projeziert wäre es ein einzigartiges feature wenn man die Krümmung der virtuellen Leinwand einstellen könnte, bzw. eine andere Leinwand auswählen könnte. Mir ist keine software bekannt die sowas kann. Die alten Meister würden es euch danken ;)

 

http://www.widescreenmuseum.com/widescreen/cscope-ac.htm

Edited by mague

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hackbart

Klar ist das denkbar, du brauchst eigentlich nur einen Pixelshader zu schreiben. Gibt es irgendwo ein Cinemascope Video was man Testen kann?

 

Christian

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mague

Hi,

der hier evtl.

https://www.youtube.com/watch?v=5_FuOdJ1gLU

 

Wenn ich das nächste Mal einen im Fernsehen sehe nehme ich ein Stück auf.

 

post-82324-0-40869100-1422954866_thumb.png

 

Grobe Eckdaten von Cinemascope anamorph:

 

W:H ist 21:9. Bei 254cm x 107cm wäre der Radius 13m. Die 120° sind nicht richtig. Eher haben die Tangenten des linken und rechten Radius zueinander einen Winkel von 120°. Der Abstand D wäre hier wohl 14.7cm

 

Bei einem Filter wäre es nicht so dramatisch, da kann man den Wert ja selbst nachjusieren.

Edited by mague

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nuts

Kannst du nochmal kurz die Theorie erklären?

 

Es ist ja so, dass man bei aktuellen Filmen für eine curved Leinwand eine Geometrie-Entzerrung (Warping Box oder CRT Beamer mit umfangreichen Einstellungen) benötigt.

Und die alten Klassiker wurden für curved Leinwände abgedreht und bei der Digitalisierung ist dies nicht berücksichtigt worden (=> Verzerrung)?

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Webturtle

Hallo,

 

ich weiß nicht ob eine gewölbte Leinwand typisch für "Cinemascope" ist. Es handelt sich dabei allerdings um ein Breidbild-Verfahren. Typisch waren solche gebogenen Leinwände bei "Cinerama". Dabei wurde der Film mit Drei Kameras aufgenommen, deren Sichtlinie überkreuzt hatte, und mit Drei Projektoren, deren Stahlen sich überkreuzt haben auf die gebogene Leinwand projiziert. Bei Cinerama-Filmen (z.B. How the West was Won) kann man im Fernsehen übrigens deutlich eine Trennlinie zwischen den drei Filmteilen erkennen. Lange Geraden (z.B. der Horizont) haben dort einen richtigen Knick. Näheres zu den Breitwand-Verfahren kann man bei Wikipedia und Google finden.

 

Es ist allerdings richtig, daß auch Breitwandfilme anderer Systeme (70mm Todd AO, Cinemascope etc.) auf der gewölbten Leinwand gezeigt wurden. Ich habe z.B. 2001 - Odyssee im Weltraum und Star Wars auf einer solchen Cinerama Leinwand gesehen.

 

 

Viele Grüße

 

Webturtle

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mague

Kannst du nochmal kurz die Theorie erklären?

 

Es ist ja so, dass man bei aktuellen Filmen für eine curved Leinwand eine Geometrie-Entzerrung (Warping Box oder CRT Beamer mit umfangreichen Einstellungen) benötigt.

Und die alten Klassiker wurden für curved Leinwände abgedreht und bei der Digitalisierung ist dies nicht berücksichtigt worden (=> Verzerrung)?

 

Richtig. Es hängt im Grund alles von der Linse der Kamera und des Projektors ab. Das Thema ist komplex. Wenn man es richtig macht ist der Haupteffekt eine Tiefenwahrnehmung und ein besseres/schärferes Bild auf Leinwänden.

 

Jedenfalls wurden die alten Filme mit Linsen für diese Wölbung gedreht und man hat das beim Digitalisieren ignoriert. Oft sogar noch links und rechts was abgeschnitten um auf sowas wie 16:9 zu kommen. In krassen Fällen wurde es auf 4:3 geschnitten. Da gibt es dann berühmte Dialoge oder Kussszenen der beiden Hauptdarsteller und keiner der beiden ist vollständig auf dem Bild und alles in der Bildmitte ist zu breit. Filmkunst ist was anderes ;)

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hackbart

Ich weiß nicht so ganz ob das dazu passt, aber eine radiale Linsenverzerrung kann man in etwas so anpassen:

 

sampler s0 : register(s0);
float4 p0 : register(c0);
#define width (p0[0])
#define height (p0[1])
const float K1 = 0.1105763;
const float K2 = 0.01886214;
const float K3 = 0.01473832;
float4 main(float2 tex : TEXCOORD0) : COLOR
{
float Y_center = tex.y - 0.5;
float X_center = tex.x - 0.5;
float Radius = sqrt(X_center * X_center + Y_center * Y_center);
float dist = 1 + K1 * Radius * Radius +
K2 * Radius * Radius * Radius * Radius +
K3 * Radius * Radius * Radius * Radius * Radius * Radius;
tex.x = X_center / dist + 0.5;
tex.y = Y_center / dist + 0.5;
return tex2D(s0,tex);
}
Wobei natürlich K nicht passt und Width bzw. Height eigentlich auch quatsch ist, denn du hast deine Bildfläche von 0..1. Ich schreieb das nur mal so hin und teste es heute Abend.

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mague

Danke, ich werd auch mal damit experimentieren. 100%ig muß es auch nicht stimmen. Hauptsache die Proportionen stimmen annähernd.

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