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Gendersternchen bei der ARD


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Ist schon jemand aufgefallen, dass uns die ARD neuerdings sowohl im EPG als auch im Teletext mit Gendersternchen beglückt?

 

Für Leute, die das nicht mögen, wird die nächste DVBViewer-Version einen Tweak mit drei Optionen bieten, von denen zwei das Sternchen direkt nach dem  Empfang der Daten entfernen:

 

o unverändert (Standard)
o generisches Maskulinum (Zuschauer*innen -> Zuschauer)
o generisches Femininum (Zuschauer*innen -> Zuschauerinnen)

 

Anlass dieser Aktivitäten: Wenn ich Texte lese, höre ich sie innerlich, als ob ich sie mir selbst vorlese. Und wenn mitten in einem Wort ein hochgestelltes Sternchen steht, nehme ich es als eine Art Schluckauf wahr: "Zuschauer(*hick*)innen". Auf Dauer echt nervig ;)

 

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vor 20 Stunden schrieb Griga:

Ist schon jemand aufgefallen, dass uns die ARD neuerdings sowohl im EPG als auch im Teletext mit Gendersternchen beglückt?

 

Für Leute, die das nicht mögen, wird die nächste DVBViewer-Version einen Tweak mit drei Optionen bieten, von denen zwei das Sternchen direkt nach dem  Empfang der Daten entfernen:

 

o unverändert (Standard)
o generisches Maskulinum (Zuschauer -> Zuschauer)
o generisches Femininum (Zuschauer -> Zuschauerinnen)

 

Anlass dieser Aktivitäten: Wenn ich Texte lese, höre ich sie innerlich, als ob ich sie mir selbst vorlese. Und wenn mitten in einem Wort ein hochgestelltes Sternchen steht, nehme ich es als eine Art Schluckauf wahr: "Zuschauer(*hick*)innen". Auf Dauer echt nervig ;)

 

Dafür ein :thumbsup:.

Ich habe den Eindruck, dass die Mehrheit davon auch genervt ist, es aber stillschweigend hinnimmt, weshalb sich die Befürworter dieser Sprachverhunzung noch bestätigt fühlen. Ich versuche, bei jeder Gelegenheit meinen Ärger kund zu tun. Ich bin es allerdings leid, bei Druckerzeugnissen jedes mal einen Leserbrief zu schreiben. Mittlerweile höre ich beim ersten Sternchen (noch schlimmer Doppelpunkt oder Unterstrich) auf zu lesen und das Blatt wandert ins Altpapier und wird zukünftig gemieden.

Die von mir noch abonnierte SZ hält sich (noch) zurück - das freitägliche SZ-Magazin nicht, deshalb wird es ignoriert (wie die ZEIT, die ich früher gerne gelesen habe).

 

Im Browser (Firefox) hilft Binnen-I be gone. Ist halt auch keine Lösung.

 

Genug gewettert.

 

Edited by botti 56
Tippfehler
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@botti 56 ... 100% unterschreib! :thumbsup: und natürlich ein Danke an Griga!

 

 

Edited by HaraldL
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vor einer Stunde schrieb botti 56:

Ich habe den Eindruck, dass die Mehrheit davon auch genervt ist, es aber stillschweigend hinnimmt

 

Das ist auch mein Eindruck. In meinem Bekanntenkreis habe ich bislang niemand gefunden, der das "Gendern" explizit befürwortet - viele finden es albern - aber Bekannten sind angeblich Bekannte bekannt, die darauf großen Wert legen.

 

Wie auch immer - der DVBViewer wird verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl anbieten, die (hoffentlich) das ganze Spektrum abdecken. Die Sache ist leider komplizierter als zunächst gedacht. Nicht mal bei den deutschen ÖR wird das Gendern einheitlich gehandhabt. Bei arte, dem KiKa und dem Deutschlandfunk findet man auch das Binnen-I ("TänzerInnen") und bei österreichischen Sendern den Schrägstrich ("Künstler/innen). Das erhöht den programmtechnischen Aufwand.

 

Probleme macht insbesondere auch dem Dativ :) In "Mit 32 Teilnehmer*innen war das Feld gut besetzt" kann man das "*innen" nicht einfach weglassen, sondern muss ein "n" stehenlassen ("Mit 32 Teilnehmern..."). Der Code sollte in dem Fall also erkennen, ob grammatikalisch ein Dativ vorliegt, was meistens der Fall ist, wenn das Wort davor auf "en" endet ("Einigen/Den/Vielen Leser*innen war das unangenehm") oder wenn eine Präposition vorangeht, die den Dativ erzwingt (siehe hier).

 

Weiterhin muss der Code Wörter unterscheiden, in denen "*innen" die Buchstaben "er" vorangehen (Musiker*innen -> Musiker, *innen fällt komplett weg) und in denen das nicht der Fall ist (Student*innen -> Studenten, en bleibt stehen).

 

Letztendlich wird es sich nicht 100% perfekt hinbiegen lassen. Der DVBViewer wird es in den allermeisten Fällen korrekt regeln, aber bei wenigen Ausnahmen eine fehlerhafte Grammatik/Rechtschreibung erzeugen. Das muss man dann in Kauf nehmen. Ich habe mir auch den Quellcode von Binnen-I be gone angeschaut, aber dabei wird einem anhand des Gestrüpps von regulären Ausdrücken für das Suchen/Ersetzen in Websites schwindelig. ;)

 

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Sowas ist echt gemein, da nur mit enormem Aufwand korrigierbar:

 

Zwischenablage01.png

 

"erreicht der WDR in Nordrhein-Westfalen mehr als jede*n zweite*n Hörer*in"

 

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, hier zum Gendern keine wertende Stellung zu beziehen, aber angesichts solcher Konstruktionen kann ich nur sagen: Wessen Sprachgefühl sich dabei nicht sträubt, der hat keins.

 

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Bei der ganzen Genderthemathik (u.v.A.) muss ich immer an George Orwell und die Newspeak denken. Zwar ist Deutsch nicht meine erste Sprache, aber ich finde die Orientierungslosigkeit, die es schon zu den Zeiten der Rechtschreibreform in den 90er Jahren gab, etwas Trauriges. Mit dem Gendern kriegt das ganze aber eine ganz neue Dimension.

 

Mit meiner Muttersprache läuft es nicht besser. Da wird die Traurigkeit zur Wut 

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Ich habe das Gefühl, man will Deutsch unerlernbar machen.

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Auch der Teletext des KiKa bleibt von Sprachverirrungen nicht verschont:

 

Zwischenablage01.png

 

"Dein Song-Chat mit dem / der Song-Songwriter*in des Jahres"

 

Bei dem gendergerechten deutsch/englischen Sprachgemisch scheinen die Autoren selbst den Überblick zu verlieren. Bei anderen Sendern habe ich verschiedene Formen der gendergerechten Paarbildung gemischt vorgefunden, z.B. Aktivist*innen und KünstlerInnen - sowas in nur einem EPG-Eintrag bzw. auf einer Teletextseite. Klare einheitliche Richtlinien scheint es nicht zu geben. Das macht es einem Algorithmus schwer, alles korrekt zu behandeln.

 

Was soll das nur geben, wenn ein drittes Geschlecht sowie Außerirdische sprachlich einbezogen werden müssen. Dass die Existenz letzterer noch nicht nachgewiesen ist, darf kein Grund sein, sie zu diskriminieren! :)

 

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Hallo,

 

find ich prima. :thumbsup:

 

In den versternchenten Texten kann man ja gar keine vernünftige Suche mehr durchführen lassen.

 

Jetzt fehlt nur noch ein Glottal-Filter wie der Vuvuzela-Filter bei der Fußball-WM in Südafrika. Ich kann das ständige Gestottere schon nicht mehr höhren! Hawaii wird zwar mit einem Glottal-Laut zwischen den beiden "i" ausgesprochen, also dazwischen kurz unterbrochen wohl ähnlich wie beim 'gendern'. Aber manche Menschen haben es sich mit viel Mühe das Stottern abtrainiert, da muß man das jetzt nicht unnötigerweise allgemein einführen. Damit hier kein Geheul von wegen politsch inkorrekt losgeht, meine Äußerung bezieht sich nicht auf die Sache selbst, sondern das politsch korrekte Gehabe.

 

 

Viele Grüße

 

Webturtle

Edited by Webturtle
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vor 3 Stunden schrieb Webturtle:

In den versternchenten Texten kann man ja gar keine vernünftige Suche mehr durchführen lassen.

 

Für Sehbehinderte, die sich Texte auf dem Bildschirm von Screenreader-Programmen vorlesen lassen, stellen sie auch ein Hindernis dar, habe ich bei meinen Recherchen erfahren. Deshalb sollten barrierefreie Webseiten darauf verzichten.

 

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Hallo,

 

ich lasse manchmal in den gespeicherten EPG-Texten von Aufnahmen suchen. Da nervt es ganz gewalting, wenn alle möglichen Varianten berücksichtigen muß!

 

 

Viele Grüße

 

Webturtle

 

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Das ist eine Thematik, wo ich echt nur sagen kann Sprachen verändern sich. Wie langweilig wäre diese Welt wenn wir auf einem Stand, egal wann stehen bleiben würden? Ich verstrehe die "Hassrethorik" dabei nicht. Wer von Euch redet hier noch wie Johann Wolfgang Goethe? Die Region des heutigen Deutschlands noch weitere 500 und mehr Jahre vorher da wird das Verständnis immer schwerer.

Die Reform hin zur aktuellen Deutschen Rechtschreibung habe auch ich nicht nachvollziehen können. Aber Regeln sind wichtig, da sonst niemand mehr versteht was ein anderer schreibt.

 

Das sich daraus Optionen im DVBViewer ergeben finde ich ein wenig vergeudete Entwicklerzeit, aber das ist nur meine persönliche Meinung, die ich einfach nur in den obigen Konsenz einzufügen ich mich leider verpflichtet fühle.

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vor 10 Stunden schrieb fudel:

Das ist eine Thematik, wo ich echt nur sagen kann Sprachen verändern sich.

 

Das ist richtig. Aber es ist ein Unterschied, ob dies auf natürliche Weise geschieht, z.B. durch Einfluss der Jugendsprache oder IT-Sprache auf die Alltagssprache, oder ob die Veränderung diktiert wird, so wie heutzutage in manchen Institutionen oder durch gesellschaftspolitische/ideologische Aktivisten, die bestimmte Sprachformen bzw. eine bestimmte Wortwahl als allgemein verpflichtend betrachten und in der Hinsicht einen erheblichen Druck ausüben (man denke an "Mohren-Apotheken").

 

Dagegen regt sich naturgemäß Widerstand bei Leuten, denen das so nicht passt, und daraus entstehen auch die (oft übertriebenen) Vergleiche mit dem staatlich verordneten "Neusprech" aus Orwells Roman "1984" (siehe hier und hier).

 

Wie auch immer -  bislang habe ich bei meinen Tests nicht erkennen können, dass es bei ARD und ZDF in der Hinsicht eine Verordnung gibt. Dazu wird das Gendern zu uneinheitlich gehandhabt und ist im Vergleich zu der gesamten EPG- und Teletext-Textmenge zu dünn gesät. Es scheint eher dem Belieben der Autoren überlassen. NIchtsdestotrotz gibt es zu denken, wenn öffentlich-rechtliche Sender mit ihrer medialen Macht zu solchen Sprachformen greifen. Auch Leute, die nicht gezwungen sind, so zu schreiben, sind auf diese Weise gezwungen, es zu lesen - es sei denn, sie verzichten konsequent auf ARD und ZDF, obwohl sie es mitfinanzieren.

 

Hinzu kommt, dass das Gendern für manche Zuschauer Hürden aufbaut. Sehbehinderte mit Screenreadern (die der DVBViewer explizit unterstützt) hatte ich bereits genannt. Für Menschen mit einer Leseschwäche, einschließlich Kindern, die das Lesen gerade lernen, dürfte das Gendern auch einen Stolperstein darstellen, insbesondere wenn es die Sprache so zerkrümelt, wie oben von mir in zwei Teletext-Screenshots demonstriert.

 

Sinn des optionalen "Ungendering" in zukünftigen DVBViewer- und DMS-Optionen ist, eine Wahlfreiheit herzustellen und damit den Konflikt zwischen Befürwortern und Gegnern von Gender-Sprachformen zu entschärfen. Jede(r) kann es für sich so einstellen, wie er/sie es gerne hätte, einschließlich der Anhängerinnen des von einer feministischen Sprachforscherin befürworteten generischen Femininums (bei manchen Tierarten üblich - auch mein Kater wird als "die Katze" bezeichnet, aber dem ist das egal...:cat:).

 

Inwischen sind die Arbeiten vorläufig abgeschlossen und werden demnächst im Rahmen einer öffentlichen Beta erscheinen (DVBViewer 7.0.2.2). Es wird jedoch nötig sein, in gewissen Abständen zu überprüfen, inwieweit die in EPG und Teletext auftauchenden Gender-Sprachformen korrekt erfasst und behandelt werden. Für Tests muss man zwei DVBViewer-Instanzen gleichzeitig laufen lassen, eine ohne und eine mit dem originalen Gender-Formen, die letztere (hier der DVBViewer GE) nach den Sprachformen suchen lassen, (z.B. /in, *in, Innen) und dann schauen, was der DVBViewer Pro daraus macht.

 

Der Eingriff erfolgt beim Empfang der Daten. Was bereits in der Datei epg.dat gespeichert ist, bleibt zunächst unverändert. Wer im EPG den vollen Effekt sofort haben will, muss den DVBViewer/DMS beenden, die Einstellung vornehmen und die epg.dat löschen, danach Neustart. Ansonsten ergibt sich die Wirkung erst nach und nach...

 

Ich erwäge zur Zeit, den Code als Open Source zu veröffentlichen, als Hilfestellung für Entwickler, die in welchem Kontext auch immer ähnliche Ziele verfolgen. Ein Tool, das PDFs "entgendert", wäre noch wünschenswert...

 

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Das Screenreader Argument ist das Einzige was ich nachvolziehen kann, alles andere erinnert mich an rein politische Rethorik eines ich bin FÜR oder ich bin DAGEGEN.

 

Ich bin mir nicht sicher ob ein Programm wie der DVBViewer sich um einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs zu kümmern hat. Irgend kommt mir da auch in den Sinn, dass man eine Wortersatzmaschine hinzufügt, weil mir das Wort Schokoschaumkuss nicht so gut gefällt wie der *N*Kuss, deswegen übersetze ich mir alles wieder in eine Form zurück, in der Worte einstmals gewählt wurden, ohne dass man sich Gedanken über Diskriminierung gemacht hätte. Nun haben sich die Zeiten geändert (was in meiner persönlichen Empfindung auch gut ist, denn Gerechtigkeit ist nicht die Bevorzugung Einzelner sondern Aller, und davon profitiert eben die gesamte Gesellschaft, auch die die sich durch schräge Argumente ausgegrenzt fühlen).

 

Befremdlilch finde ich die Argumentation gegen die ÖR, und immer wieder das Argument der Zwangsfinanzierung. Die Finanzierung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bewusst gewählt, da eine vom Staat erhobene Steuer von der Politik grundsätzlich zur Steuerung politischer Interessen ausgeschlossen werden sollte. Mir stellt sich - spätestens seit Trump, aber auch schon davor - die Frage was daran falsch ist, das wir ein durch die gesamte Gesellschaft finanziertes Journalistisches System haben, wenn ich mir den Dreck anschaue, der dem gegenüber in den sogenannten Sozialen Medien verbreitet wird anschaue? Und ich bin kein Fan von Volksmusik oder Fussball, aber ich stehe trotzdem dazu dass die Produktion solcher Sendungen genauso zum gesamtgesellschaftlichen Auftrag der ÖR gehört, schliesslich ist nicht meine persönliche Meinung der Volkswille, sondern wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft mit unterschiedlichen Ansichten und Ansprüchen. Einer möglichst breiten Verantwortung haben die Sender der ÖR nachzukommen und nicht meiner oder Deiner oder anderer Einzelpersonen.

 

Und genau hier sehe ich auch das Problem mit dem Gendern angesiedelt. Die ÖR stehen in einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, der Diskurs um das Gendern wurde nicht nur von den ÖR angestossen, aber sie haben sich auch nicht auszuschliessen. Gendern erfolgt ebenso in privat finanzierten Zeitungen und Zeitschriften, also warum sollen sich die ÖR in diesem Punkt "konservativ" zurückhalten, wenn es doch Menschen gibt denen die Genderfrage eine sehr wichtige ist?

 

Auf mich wirkt die Entwicklung eines "Entgender"-Programmcodes eher wie ein Zensur Plugin. - Sorry, ist nur meine persönliche Meinung.

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vor einer Stunde schrieb fudel:

Auf mich wirkt die Entwicklung eines "Entgender"-Programmcodes eher wie ein Zensur Plugin.

 

Der Gedanke ist abwegig. Es zwingt dich niemand, die Option einzuschalten. Der Default ist aus.

 

P.S. Also so etwas habe ich wirklich noch nie gehört. Fehlen nur noch Leute, die behaupten, es wäre Zensur, weil der DVBViewer die Möglichkeit bietet, den Ton abzuschalten :D

 

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On 3/15/2021 at 4:38 PM, Griga said:

 

Der Gedanke ist abwegig. Es zwingt dich niemand, die Option einzuschalten. Der Default ist aus.

 

P.S. Also so etwas habe ich wirklich noch nie gehört. Fehlen nur noch Leute, die behaupten, es wäre Zensur, weil der DVBViewer die Möglichkeit bietet, den Ton abzuschalten :D

 

Was ist es wenn Unterlagen geschwärzt, also der ursprüngliche Text verborgen wird? Wer Texte manipuliert, und etwas anderes macht diese Erweiterung nicht, der entscheidet was dem Benutzer zugänglich gemacht wird, unabhängig davon ob die Absicht eine gute gewesen ist. Interessant wenn eine Textmanipulation mit der Stummschaltung beim Ton verglichen wird.

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vor 40 Minuten schrieb fudel:

Wer Texte manipuliert, und etwas anderes macht diese Erweiterung nicht, der entscheidet was dem Benutzer zugänglich gemacht wird

 

Du ignorierst weiterhin penetrant die Tatsache, dass der Anwender dies mit einer bewussten Entscheidung (nämlich bestimmte Textteile nicht sehen zu wollen) herbeiführen muss.

 

Das sind zwar hoffnungslose, aber immerhin bemühte Versuche, Recht zu behalten. Ich denke, ich kann dir in der Hinsicht entgegenkommen. Entwickler sind ja die Magier unserer Zeit und können Fiktionen Wirklichkeit werden lassen (vor allem Science Fiction). In deinem Fall ist das einfach: Ich werde mir von Bernd deinen Benutzernamen geben lassen. Wenn der DVBViewer ihn beim Start erkennt, wird er das "Ungendering" unabschaltbar aktivieren. Dann hast du wirklich einen guten Grund, es zu kritisieren :)

 

Schwieriger wird die nächste Stufe des Projekts, nämlich das optionale Elimieren gesprochener "Gender-Gaps", z.B. "Liebe Zuschauer(Pause)innen". Zumindest bei Radio-Aufnahmen sollte es gelingen. Bei TV sehe ich dagegen Schwierigkeiten, weil es den AV-Sync beeinträchtigt, wenn man einfach ein Stück Audio herausnimmt. Das dazugehörige Stück Video muss ebenfalls entfernt werden. Bei einer Nachrichtensprecherin, die verkündet "Die Ministerpräsident(Pause)innen sträuben sich weiterhin gegen Angela Merkels Bestrebungen, den Lockdown bis 2030 auszudehnen" mag das noch angehen, aber bei einem rennenden Actionheld ("Gebt mir meine Tochter wieder! Ich werde euch verdammten Mutant(Pause)innen alle umlegen!") fällt das womöglich unangenehm auf. Naja, wir haben hier schon ganz andere Probleme gelöst...

 

Und bevor du das wieder als "Zensur" einstufst, denke an die Anwender, die (auch automatisiert, wenn möglich) Werbung aus Aufnahmen entfernen, und verdamme es ebenfalls. Die Privatsender werden dir dankbar sein... :)

 

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2 minutes ago, Griga said:

 

Du ignorierst weiterhin penetrant die Tatsache, dass der Anwender dies mit einer bewussten Entscheidung (nämlich bestimmte Textteile nicht sehen zu wollen) herbeiführen muss.

 

Das sind zwar hoffnungslose, aber immerhin bemühte Versuche, Recht zu behalten. Ich denke, ich kann dir in der Hinsicht entgegenkommen. Entwickler sind ja die Magier unserer Zeit und können Fiktionen Wirklichkeit werden lassen (vor allem Science Fiction). In deinem Fall ist das einfach: Ich werde mir von Bernd deinen Benutzernamen geben lassen. Wenn der DVBViewer startet und ihn erkennt, wird er das "Ungendering" unabschaltbar aktivieren. Dann hast du wirklich einen guten Grund, es zu kritisieren :)

 

Schwieriger wird die nächste Stufe des Projekts, nämlich das optionale Elimieren gesprochener "Gender-Gaps", z.B. "Liebe Zuschauer(Pause)innen". Zumindest bei Radio-Aufnahmen sollte es gelingen. Bei TV sehe ich dagegen Schwierigkeiten, weil es den AV-Sync beeinträchtigt, wenn man einfach ein Stück Audio herausnimmt. Das dazugehörige Stück Video muss ebenfalls entfernt werden. Bei einer Nachrichtensprecherin, die verkündet "Die Ministerpräsident(Pause)innen sträuben sich weiterhin gegen Angela Merkels Bestrebungen, den Lockdown bis 2030 auszudehnen" mag das noch angehen, aber bei einem rennenden Actionheld ("Gebt mir meine Tochter wieder! Ich werde euch verdammten Mutant(Pause)innen alle umlegen!") fällt das womöglich unangenehm auf. Naja, wir haben hier schon ganz andere Probleme gelöst...

 

Und bevor du das wieder als "Zensur" einstufst, denke an die Anwender, die (auch automatisiert, wenn möglich) Werbung aus Aufnahmen entfernen, und verdamme es ebenfalls. Die Privatsender werden dir dankbar sein... :)

 

OK, vorneweg, ich habe die Anmerkung dass diese Funktion vom Benutzer aktiviert und konfiguriert werden kann gelesen, Zufrieden? Es bedarf keiner persönlichen Anpassung des Programms an meine persönlioche Lizenz, ich finde es wird mit dieser Erweiterung schon genug "gepfuscht" (Sorry, aber so empfinde ich diese Änderung)

 

Und wenn mir schon jemand vorwirft ich wolle lediglich Recht behalten, dann sollte sich die Person die es mir vorwift sich selbst fragen was seine eigene Intention ist?

 

Zusätzlich sei noch hinzugefügt, dass eine Textmanipulation nicht dem Stummschalten gleichgesetzt werden kann, sondern dem PIEP wenn jmd ein unangemessenes Wort ausspricht. Nur um die Analogien klarzustellen.

 

Man kann unterschiedlicher Meinung über die Gendergeschichte sein, aber möchtest Du wirklich zukünftig für alles was Dir und die Menschen die sich auch an irgendetwas persönlich stören, eine Erweiterung schreiben um es für Euch auszublenden? 🙈 Das erinnert dann ein wenig an Pipi Langstrumpf: "Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt."

 

Die Geschichte mit dem was Du über die Werbung bei den Privatsendern schreibst kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber da wirst Du schon wissen was Du damit sagen möchtest. Mir liegt liegt einzig daran, und das ist der Grund warum ich es hier noch erwähnt habe, ich habe Deine Nachricht komplett gelesen. Die vorherigen auch. Für gewöhnlich sehe ich mich aber nicht in der Pflicht jeden Krümmel zu erwähnen.

 

Mir ist es komplett egal was Du programmierst, da - wie Du ja auch mehrfach und zuletzt ganz eindringlich darauf verwiesen hast - die "Gender"-Option aktiviert und konfiguriert werden kann und per default sich für den Nutzer nichts ändert. Ich sagte ursprünglich auch nur dass ich es als eine Zeitverschwendung empfinde diese Option zu programmieren und dass in der gleichen Zeit sinnvollere Features den DVBViewer tatsächlich verbessern könnten. Es ist nur meine Meinung, nicht mehr!

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31 minutes ago, Griga said:

Das sind zwar hoffnungslose, aber immerhin bemühte Versuche, Recht zu behalten

Ja. Selbstverständlich setze ich mich für Dinge ein die ich für richtig halte.

 

A ) ist diese Haltung grundsätzlich verkehrt?

 

B ) Warum versuchst Du miit dieser Frage einen Diskurs abzuwirken? Ich hatte schon von den vorigen Nachrichten DEIN Anliegen verstanden. 

 

Dein Einwand klingt wie die ewige Leier diverser Anhänger von irgendwas: "Man wird ja wohl noch sagen dürfen" oder das Argument der "Meinungsfreiheit". Beides habe ich bei Dir nicht in Frage stellen wollen. Aber bitte gewähre auch anderen das Recht auf eine andere Meinung als die Deine.

 

Danke.

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Die meisten DVBViewer-Anwender haben den Tweaker bestimmt noch nie gestartet und werden das vermutlich von selber auch gar nicht tun. Das schaltet also nur ein wer das ausdrücklich will und hier liest wo und wie das geht. Ich z.B. will das unbedingt!

 

Wenn wir hier eine Umfrage machen würden wer für und wer gegen das Feature ist oder wem es egal ist dann wirst du vermutlich seeehr einsam sein auf deiner Seite möchte ich wetten ;)

 

Und wofür Griga seine Programmierzeit aufwenden möchte darauf haben wir keinen Einfluß, da gibt es hier im Forum sicher keine demokratischen Abstimmungen. Für dieses Feature gab es ja oben in diesem Thread nach Vorankündigung bis auf deine Beiträge nur Zustimmung von mehreren Leuten. Zeitverschwendung wäre es wenn keiner das will.

 

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12 minutes ago, HaraldL said:

Wenn wir hier eine Umfrage machen würden wer für und wer gegen das Feature ist oder wem es egal ist dann wirst du vermutlich seeehr einsam sein auf deiner Seite möchte ich wetten

Genau deswegen musste es gesagt werden. Das ist wie mit allen polarisierenden Themen im Netz. Wenn ich so alleine dastünde, was ich auch für sehr wahrscheinlich halte, dann frage ich mich aber warum das Gendern sich im öffentlichen Raum so verbreitet. Weil ich das will? - Ganz bestimmt nicht, dazu bin ich zu unbedeutend.

 

17 minutes ago, HaraldL said:

Und wofür Griga seine Programmierzeit aufwenden möchte darauf haben wir keinen Einfluß

Das stimmt wohl auch. Aber auch an Dich die Frage ob ich deswegen keine Meinung dazu haben darf? Nur weil sie nicht mit Eurer Meinung übereinstimmt.

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Natürlich darfst du eine, auch andere Meinung dazu haben. Das Hauptproblem ist daß dieses Thema eben recht polarisiert. Warum das so verbreitet ist? Weil es da einige "Fanatiker" und vor allem "Fanatikerinnen" (ohne Sternchen!) gibt die das durchziehen. Und viele andere sich nicht trauen etwas dagegen zu sagen und einfach mitmachen weil man sonst ganz schnell von denen als "frauenfeindlich" am Ende gar in die Ecke von "Rassismus" oder "#MeToo" gestellt wird. Also nicht weil es sprachlich sinnvoll oder ein Fortschritt wäre sondern im Medienbereich bestimmt einige deswegen auch Angst um ihren Job haben wenn sie es nicht machen oder sich dagegen äußern würden. Das führt zur Verbreitung dieser Sprachverhunzung, macht es aber nicht besser.

 

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https://www.zeit.de/kultur/2020-08/gendergerechte-sprache-gendersternchen-gesellschaft-fuer-deutsche-sprache

 

Also hier steht ja eigentlich auch klipp und klar, dass das nicht gemacht werden soll. Der Duden hat nicht die Hoheit über die deutsche Sprache.

Ich hab nichts gegen eine diskriminierungsfreie Sprache, aber dann bitte ne Lösung die auch funktioniert, ohne künstliche Pausen oder Klicklaute.

Für mich ist das ne Vergewaltigung unserer Sprache. Und es gibt auch genug Sprachforscherinnen, die genau diese Meinung vertreten.

 

Und mit natürlicher Veränderung der Sprache hat das auch gar nichts zu tun, das ist aufgezwungen.

 

Aber den Aufwand, das im DVBViewer zu behandeln, finde ich auch ein wenig übertrieben 😉 

Edited by VinoRosso
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3 hours ago, HaraldL said:

Weil es da einige "Fanatiker" und vor allem "Fanatikerinnen" (ohne Sternchen!) gibt die das durchziehen. Und viele andere sich nicht trauen etwas dagegen zu sagen und einfach mitmachen weil man sonst ganz schnell von denen als "frauenfeindlich" am Ende gar in die Ecke von "Rassismus" oder "#MeToo" gestellt wird.

Deine Gegenhaltung macht den gleichen "fanatischen" Eindruck, gerade wenn Du erklärst dass Alle die keine Genderform verwenden angeblich gleich ausgegrenzt werden. In diesem Punkt solltest Du (aber das nur als Tipp und nicht als Verpflichtung) Deine eigene Haltung hinterfragen und schauen wie offen Du bist.

 

Ich könnte davon erzählen dass ich in der einstigen DDR geboren und aufgewachsen bin, nach der Flucht in den Westteil sehr oft erlebt habe wie Abwertend über  "Ossies" gesprochen wurde, dann aber gleich alles wieder zurückgenommen wurde, wenn ich erklärt habe dass ich dazu gehöre: "Dich meinen wir ja nicht". Meiner Erfahrung nach sind es zwei verschiedene Paar Schuhe wenn man von einem Thema spricht: Man ist betroffen oder man steht ausserhalb und begreift garnicht worum es geht. Und ohne dass ich eine Frau bin, ebenso ohne dass ich mich bedroht oder in Angst fühle stehe ich zu der Entwicklung mit dem Genderstern.

Du (oder Ihr) nennt es Sprachverhunzung, in meinen Augen ist es lediglich eine Weiterentwicklung unserer Sprache. Und Fortschritt ist für mich nichts wovor ich mich fürchte, oder wovon ich mich ausgeschlossen sehe. Aber das soll jeder selbst einordnen.

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3 minutes ago, VinoRosso said:

aber dann bitte ne Lösung die auch funktioniert, ohne Künstliche Pausen oder Klicklaute.

Dem kann ich nur voll zustimmen. Aber leider kochen da gerade sehr viele Köche an tausenden von Lösungen. Und nichts zu tun scheint mir auch keine Lösung.

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Berücksichtigt bitte, dass dies ein technisches (Support-)Forum ist und von politischen Auseinandersetzungen verschont bleiben sollte. Sie gibt es anderswo schon zur Genüge. Solange die Diskussion einen Bezug zum DVBViewer hat (oder auch in der Abteilung "Verschiedenes" Bezug zu TV/Radio/Computern), ist es ok, aber wenn sie weiter ins allgemeine abgleitet, werde ich dieses Thema (und auch jedes weitere mit dieser Ausrichtung) schließen. Dafür müsst ihr euch woanders verabreden.

 

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Es tut mir leid und Ja ich bin mir dessen immer bewusst gewesen, aber diese Erweiterung basiert nun mal leider auf einem politischen Problem. Ich für meinen Teil habe versucht meine Sichtweise darzulegen und habe dem nichts hinzuzufügen, insofern bin ich fertig.

 

Meine Ansicht wieso ich dieses Feature für falsch halte habe ich dargelegt. Also in diesem Punkt gibt es nichts hinzuzufügen.

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Inwischen ist das "Entgendern" in einer öffentlichen Beta verfügbar (auch für den Media Server), kann also getestet werden. Das ist jedoch wie gesagt nicht einfach. Solange der Algorithmus keine grammatikalischen Fehler macht, bemerkt man ihn nicht, außer wenn man eine zweite DVBViewer-Instanz mit abgeschalteter Funktion parallel laufen lässt, dort EPG und Teletext gezielt nach Gender-Mustern durchsucht (*in, /in, Innen) und vergleicht.

 

Man kann auch den EPG mit aktivierter Funktion nach solchen Mustern durchsuchen und dann sehen, woran sie scheitert. Zum Beispiel an

 

Quote

SWR2 - Samstag, 20.03.2021, 20:03 - 22:00  (01:57)

SWR2 Abendkonzert
Preisträger*innnen des Deutschen Musikwettbewerbs

 

Ich habe wirklich lange den Fehler in meinem Code gesucht. Erst eine ganz genaue Betrachtung des Textes hat das Problem offenbart - ein schönes Beispiel dafür, dass das menschliche Gehirn nicht das sieht, was wirklich da ist, sondern das, was es glaubt, dass es da sein müsste. ;)

 

Was auch nicht klappt (gerade gesehen):

Quote

ein Jahr Künstler*innensoforthilfe Stuttgart (SWR)

Widerstand im Wald - Aktivist*innen-Portraits von Cpt. Olf (arte)

 

und zwar weil der Algorithmus davon ausgeht, dass auf das Wort nach *innen bzw. /innen (oder auch /in) ein Leerzeichen oder Satzzeichen folgen muss. Ansonsten würde er nämlich auch "Berlin/Innenstadt" oder "www... /resources/info.pdf" korrigieren.

 

Bei arte kriege ich das noch hin, aber beim SWR wird es schwierig, das mit einer allgemeinen Regel zu erschlagen. Vielleicht ist es auch besser, es dabei zu belassen. Inzwischen haben manche Vereine und Institutionen ein Sternchen in ihrem offiziellen Namen. Dass es sich im Teletext z.B. um eine Kontaktadresse handelt, erkennt die Funktion jedoch nicht und schlägt erbarmungslos zu ;)

 

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P.S. Versucht nie, Texte wie meinen obigen Post mit aktivem "Binnen-I be gone" zu schreiben.... ihr werdet wahnsinnig. Auch wer ihn lesen will, muss das Add-On deaktivieren, sonst wird manches unverständlich.

 

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Ihr solltet das Ganze der Evolution überlassen.

Ich bin vom Erfolg dieser schwarmintelligenten Strategie überzeugt!

Dauert vielleicht. Aber irgendwann wird sich ein anerkanntes Optimum ganz natürlich durchsetzen.

Bis dahin...

 

 

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1 hour ago, Darwin said:

Ihr solltet das Ganze der Evolution überlassen.

😂😂

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Zitat

genug "gepfuscht"

Gepfuscht wird einzig und alleine von ein paar Ideologen, die glauben mit einer 'gendergerechten' Sprache irgendein Problem zu lösen.

Eine sachliche Debatte ist mit diesen Ideologen leider nicht möglich.

https://www.nzz.ch/feuilleton/gendergerechte-sprache-die-diskussion-ist-politisch-vergiftet-ld.1567211

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