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Claus44

Schlechte Sat-Signalqualität

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Claus44

Nach etlichen Wochen Fehlersuche bin ich inzwischen am Ende meiner Weisheit. Ich benutze DVBViewer per USB-Sat-Receiver an meinem Win10-PC seit vielen Jahren. Seit einem Jahr ist die in der Statuszeile angezeigte Signalqualität so schlecht, dass das Bild von HD-Sender immer wieder ganz oder teilweise verpixelt ist. Gerade wenn ein guter Film aufgenommen werden soll, stört mich das gewaltig.

Der angezeigte Prozentwert schwankt unregelmäßig zwischen ca. 60 und 75% (minimale und maximale Werte liegen 3 - 10 Sek. auseinander). Ich betreibe an meiner Sat-Schüssel per 4-fach-LNB gleichzeitig noch zwei Fernsehgeräte mit eigenen DBV-S-Receivern, die völlig einwandfrei funktionieren. Das Sat-Kabel zum PC ist mit ca. 20m das längste.

 

Was ich in den letzten 12 Monaten unternommen habe:

  • DVBViewer neueste Version installiert inkl. neuem Sendersuchlauf.
  • Sat-Kabel erneuert und F-Stecker vorschriftsgemäß montiert.
  • 4-fach-LNB erneuert.
  • Sat-Leistungsverstärker (18db) direkt hinter LNB montiert.
  • Sat-Antenne mittels Sat-Finder exakt ausgerichtet und sichergestellt, dass es keine Abschattung der Schüssel gibt.
  • USB-Sat-Receiver erneuert (TVII S660 durch DVB Sky ersetzt).
  • Systematisch alle in der Nähe befindlichen potentiellen Störquellen abgeschaltet (DECT-Telefon, Powerline-Adapter, 220V-LED-Lampen, Drucker, Scanner usw.) .

 

Das nächste Nachbarhaus ist 30 m entfernt, so dass eine Störung von dort unwahrscheinlich ist. Und meine beiden Fernsehgeräte zeigen ja kein Problem

 

Was kommt noch als Ursache in Frage?

 

Gruß

Claus

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Claus44

Ich habe mal den Verlauf der Signalqualität bei einem HD-Sender (HR) über 2 Minuten aufgezeichnet. Es zeigt sich ein sägezahnförmiger Verlauf mit Peaks nach jeweils ca. 3 Sekunden (kann man gut erkennen, wenn man die Tabelle unten in Excel kopiert und graphisch darstellt). Was könnte die Störquelle sein?

 

Claus

 

image.thumb.png.d7b1568f56a30fe6876a2c6f317cb755.png

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Claus44
Posted (edited)

So sieht der Verlauf graphisch aus:

 

image.png.06f45ca65133a0c2793e694bb2a183f3.png

 

 

Edited by Claus44

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Griga
14 hours ago, Claus44 said:

Der angezeigte Prozentwert schwankt unregelmäßig zwischen ca. 60 und 75%

 

Den Wert würde ich nicht als schlecht bezeichnen. Ich habe hier eine DVBSky USB-Box an einer kleinen 45 cm-Schüssel. Bis etwa 35% ist der Empfang noch weitgehend störungsfrei. Die Anzeige schwankt häufig um 5% hin und her. Das scheint typisch für DVB Sky-Geräte zu sein - bei anderen habe ich das nicht. Bei dir sind die Ausschläge allerdings deutlich größer. Treten die Diskontinuitäten im Rhythmus der Schwankungen auf? Das kannst du auf der Eigenschaftsseite des DVBViewer Filters sehen.

 

Generell würde ich nicht viel darauf geben, was die Treiber von DVB-Geräten an Signalwerten liefern. Da kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Vergleiche sind nur zwischen zwei ausreichend ähnlichen Geräten sinnvoll.

 

Das einzige, was du bislang noch nicht ausgewechselt hast, scheint dein PC zu sein. An dem kann es auch liegen, bzw. an bestimmten Hardware- oder Treiber-Gegebenheiten. Interessant ist in dem Zusammenhang diese Seite, insbesondere der letzte Abschnitt (Background Information), der darlegt, was im Treiberbereich schiefgehen kann. Leider funktioniert das dazugehörige Analysetool nur bis Windows 7 korrekt. Eventuell hilft diese Alternative weiter. Die Übeltäter im System sind oft Netzwerktreiber  (siehe z.B. hier). Du könntest alle (zumindest zeitweise) verzichtbaren Geräte im Gerätemanager deaktivieren und dann schauen, ob es besser wird.

 

Denkbar ist auch Störstrahlung innerhalb des PCs - da gibt es genug Hochfrequenz - sowie ein Defekt oder sonstwie bedingter Flaschenhals im Chipsatz, der dein DVB-Gerät anbindet. Wenn du Gelegenheit hast, dein DVB-Gerät an einem anderen PC / Notebook zu testen, ist das einen Versuch wert.

 

14 hours ago, Claus44 said:

Sat-Leistungsverstärker (18db) direkt hinter LNB montiert.

 

Etwas fragwürdig. Verstärkt auch das Rauschen - letztendlich kommt es ja auf den Störabstand an. Ein Verstärker ist nur sinnvoll, um eine entsprechende Dämpfung in der Signalzuführung auszugleichen. 20 m sind noch nicht übermäßig lang. Sowas kann auch zur Übersteuerung des Tuners führen, und dann hast du das Gegenteil von dem, was du wolltest...

 

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Claus44
4 hours ago, Griga said:

 

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

 

4 hours ago, Griga said:

Treten die Diskontinuitäten im Rhythmus der Schwankungen auf? Das kannst du auf der Eigenschaftsseite des DVBViewer Filters sehen.

 

Ich kann keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Diskoninuitäten und  den Schwankungen der Signalqualität erkennen.

 

4 hours ago, Griga said:

Das einzige, was du bislang noch nicht ausgewechselt hast, scheint dein PC zu sein. An dem kann es auch liegen, bzw. an bestimmten Hardware- oder Treiber-Gegebenheiten. Interessant ist in dem Zusammenhang diese Seite, insbesondere der letzte Abschnitt (Background Information), der darlegt, was im Treiberbereich schiefgehen kann. Leider funktioniert das dazugehörige Analysetool nur bis Windows 7 korrekt. Eventuell hilft diese Alternative weiter. Die Übeltäter im System sind oft Netzwerktreiber  (siehe z.B. hier). Du könntest alle (zumindest zeitweise) verzichtbaren Geräte im Gerätemanager deaktivieren und dann schauen, ob es besser wird.

 

Beide Tools melden, das mein PC keine Diskontinuitäten erzeugen sollte. Mein Intel Netwerkadapter ( Ethernet-Verbindung (2) I219-V ) läuft mit einer Treiberversion aus dem Jahr 2015. Auf der Intel Downloadseite gibt es eine neue Win10-Version. Diese läßt sich aber nicht einfach installieren - sie verlangt eine vorherige Deinstallation des bisherigen Treiber, was ich noch nicht gewagt habe.

 

4 hours ago, Griga said:

 

Denkbar ist auch Störstrahlung innerhalb des PCs - da gibt es genug Hochfrequenz - sowie ein Defekt oder sonstwie bedingter Flaschenhals im Chipsatz, der dein DVB-Gerät anbindet. Wenn du Gelegenheit hast, dein DVB-Gerät an einem anderen PC / Notebook zu testen, ist das einen Versuch wert.

 

Ich habe leider keinen zweiten PC. Ersatzweise habe ich ein altes Stahlblech-PC-Gehäuse zwischen Rechner und DVB-S-Receiver gestellt: Keine Verbesserung.

 

4 hours ago, Griga said:

Etwas fragwürdig. Verstärkt auch das Rauschen - letztendlich kommt es ja auf den Störabstand an. Ein Verstärker ist nur sinnvoll, um eine entsprechende Dämpfung in der Signalzuführung auszugleichen. 20 m sind noch nicht übermäßig lang. Sowas kann auch zur Übersteuerung des Tuners führen, und dann hast du das Gegenteil von dem, was du wolltest...

 

Verschlechtert hat der Verstärker das Problem aber auch nicht. Nach meinem Verständnis würde der Verstärker nur Rauschsignale verstärken, die vom LNB kommen - nicht aber solche, die irgendwo auf dem 20m-langen Kabelweg eingestreut werden.

 

Ich werde wohl ein Backup der Systemplatte ziehen und den aktuellen Intel-Treiber probieren.

 

Gruß

Claus

 

 

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notaclue
Posted (edited)
19 hours ago, Claus44 said:

Was kommt noch als Ursache in Frage?

Die Anbindung über USB? Hast du mal alle Anschlüsse durchprobiert? Anderes Kabel? Ist der Receiver direkt angeschlossen, oder über einen Hub (aktiv oder passiv)? Ist der Receiver an USB 2.0 oder 3.0 angeschlossen?

 

Ansonsten was Griga gesagt hat: Anderen PC probieren. Hast du keine Freunde/Bekannten/Verwandten mit einem Laptop? Den Verstärker würde ich auch erst mal weglassen, wenn er nachweislich nichts gebracht hat.

Edited by notaclue

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Claus44
1 hour ago, notaclue said:

Die Anbindung über USB? Hast du mal alle Anschlüsse durchprobiert? Anderes Kabel? Ist der Receiver direkt angeschlossen, oder über einen Hub (aktiv oder passiv)? Ist der Receiver an USB 2.0 oder 3.0 angeschlossen?

 

 

Anderen US-Port und anderes US-Kabel (mit zwei Ferrit-Filtern) habe ich eben probiert: Keine Verbesserung.

Einen Versuch mit alternativem PC werde ich machen, wenn die einfacheren Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Als nächstes käme ein aktueller Intel-Netwerktreiber (obwohl Intel warnt, dass dadurch Mainboardspezifische Funktionen des Boardherstellers beeinträchtigt werden können).

 

Gruß

Claus

 

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Claus44

Habe nach System-Backup die aktuellen Treiber des Boardherstellers (Asus) installiert. Außer, dass die Discontinuies nicht besser wurden, funktionierte der PC nicht mehr ordnungsgemäß - also Backup zurückgespielt.

 

Jetzt habe ich gesehen, dass sich die "Latency Time" eines PC anpassen läßt:

 

https://www.guru3d.com/files-details/pci-latency-tool-3-1-v2.html

 

Leider scheint dieses Tool nur bis Win XP zu funktionieren. Gibt es sowas auch für Win10/64?

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notaclue
Posted (edited)
22 hours ago, Claus44 said:

Einen Versuch mit alternativem PC werde ich machen,

 

Dann mach das mal. Dann wird sich hoffentlich zeigen, ob es an dem USB-Sat-Receiver oder dem PC liegt.

 

On 7/19/2019 at 12:45 PM, notaclue said:

Ist der Receiver direkt angeschlossen, oder über einen Hub (aktiv oder passiv)? Ist der Receiver an USB 2.0 oder 3.0 angeschlossen?

 

Die Antworten auf diese beiden Fragen wären auch interessant. Um welche Hardware handelt es sich eigentlich (CPU, Mainboard, RAM)?

Edited by notaclue

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Claus44
Posted (edited)

Der Receiver ist direkt angeschlossen, also an eine der USB2.0-Buchsen direkt am Mainboard. Das Mainboard ist ein Asus H170 Pro Gaming mit Onboard Graphic Chipsatz Intel 530. Diese Intel-Graphik Lösung scheint tatsächlich ein Problem mit  Videosignalen per USB zu haben:

 

https://software.intel.com/en-us/forums/graphics-driver-bug-reporting/topic/776780

 

Die darin beschriebene Lösung mit der Installation des Windows-eigenen Treibers habe ich ausprobiert, aber mein Asus Board kommt damit nicht klar.

 

Inzwischen habe ich einen Test mit meinem früheren PC (auch Win10, Separate Grafikkarte) gemacht, und tatsächlich tritt das Problem dort nicht auf. Allerdings habe ich den bereits meiner Freundin geschenkt.

 

Die Frage ist nur, was nun:

  • Ein anderer DVB-S2-USB-Receiver wird wahrscheinlich das gleiche Problem haben (zwei solche Receiver haben bei mir den Fehler ja schon gezeigt).
  • Ein neuer PC wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
  • Eine neue separate Graphikarte wäre vielleicht eine Lösung. Allerdings könnte die andere Probleme machen und umsonst wäre sie auch nicht.

Am besten wäre ein technischer Trick, der das Problem löst. Intel scheint kein relevantes Problem zu sehen, denn keines der bisherigen Treiber-Updates adressiert das Problem.

 

Mitunter glaube ich, dass ein ganz normaler Receiver mit Aufnahmefunktion per DVI am PC-Monitor mein Leben sorgenfreier machen würde, so das nicht bei Rechner-, Betriebssystem- oder Hardwareänderungen neue Probleme entstehen.

 

Gruß

Claus

 

Edited by Claus44

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Claus44
Posted (edited)

Problem offenbar gelöst!!!

 

Heute morgen habe ich mit ausgeschlafenem Kopf nochmal über das Problem nachgedacht:

 

Der Fehler hat damit zu tun, dass USB und Videodatenverarbeitung nicht ordentlich zusammenarbeiten. Deshalb hatte ich unter anderem verschiedene USB-Buchsen ausprobiert (Ports direkt auf dem Mainboard sowie auf Erweiterungskarten). Zunächst hatte ich USB 2.0 ausprobiert, da mein USB-Receiver ebenfalls USB2.0 hat. Dann habe ich auch USB 3.0-Ports probiert - ebenfalls ohne Erfolg.

 

Heute fiel mir ein, das mein Mainboard auch einen USB3.1-Port hat, der mittels verbesserter Leitungseigenschaften doppelt so schnell wie USB3.0 sein soll.

https://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Serial_Bus#USB_3.1

Und siehe da, mit diesem Port habe ich bisher keine Diskontinuitäten/verpixelte Bilder mehr gesehen.

 

Danke für die diversen Hinweise, die mich auf die richtige Fährte gebracht haben.

 

Gruß

Claus

 

Edited by Claus44

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notaclue
31 minutes ago, Claus44 said:

Heute fiel mir ein, das mein Mainboard auch einen USB3.1-Port hat, der mittels verbesserter Leitungseigenschaften doppelt so schnell wie USB3.0 sein soll.

https://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Serial_Bus#USB_3.1

Und siehe da, mit diesem Port habe ich bisher keine Diskontinuitäten/verpixelte Bilder mehr gesehen.

 

Herzlichen Glückwunsch, das ist doch schon mal was. Ich hatte ein ähnliches Problem mit dem Onboard Intel Netzwerkchip (Intel Ethernet-Verbindung (2) I219-V) und einer Digital Devices OctopusNet MAX M4, damit habe ich keine einzige Aufnahme ohne Discontinuities hinbekommen. Am Ende lag es bei mir an 2 Sachen:

 

  • Ich hatte HyperV unter Windows 10 aktiviert. Gaaanz schlecht.
  • Der Intel Netzwerkchip war ungeeignet für den konstanten Datenstrom der OctopusNet, eine zusätzliche Netzwerkkarte mit RealTek-Chipsatz hat die Probleme behoben, seitdem sind alle Aufnahmen fehlerfrei.

Bei dir ist HyperV hoffentlich nicht aktiv?

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Claus44
3 hours ago, notaclue said:

Bei dir ist HyperV hoffentlich nicht aktiv?

 

Nein - habe ich gerade nachgeprüft. War auch unwahrscheinlich, denn die Funktion ist gut versteckt. Und mein Problem ist ja auch gelöst.

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