michi_387 Posted May 19, 2025 Posted May 19, 2025 Hallo zusammen, ich nutze den DVBViewer Media Server in Verbindung mit IPTV Streams im M3U8 Format und dem DVBViewer Client in Kodi. Beim Abspielen passiert es immer mal wieder, das Kodi nachladen muss und die Wiedergabe kurz hängt, machnmal auch komplett für ein paar Sekunden stehen bleibt. Ich glaube nicht, dass es an der Verbindung zwischen Kodi und dem Media Server liegt, sondern eher zwischen Media Server <> Internetstream. Gibt es im Media Server eine Möglichkeit, dass die Internetstreams in irgendeiner Form gecached bzw. gepuffert werden?. Vielen Dank. Quote
Griga Posted May 19, 2025 Posted May 19, 2025 vor 2 Stunden schrieb michi_387: Beim Abspielen passiert es immer mal wieder, das Kodi nachladen muss und die Wiedergabe kurz hängt, machnmal auch komplett für ein paar Sekunden Deine bereits hier von mir gestetsteten Streams haben eine relativ hohe Datenrate, deutlich über 10 MBit. Mit einem 16 MBit (brutto) DSL-Anschluss wie bei mir kommt man da kaum noch hin, und wenn es irgendwo netzwerktechnisch einen Engpass gibt, entstehen leicht Pufferunterläufe und in der Folge Verzögerungen. Wenn es im DVBViewer rund läuft, sollte das aber eigentlich auch beim Empfang im Media Server der Fall sein, da beide den selben Code verwenden. vor 2 Stunden schrieb michi_387: Gibt es im Media Server eine Möglichkeit, dass die Internetstreams in irgendeiner Form gecached bzw. gepuffert werden?. Werden die ohnehin an verschiedenen Stellen. Du kannst aber versuchen, den Media Server noch mehr Daten vorab lesen zu lassen. Es gibt eine entsprechende Einstellung für TS Stream Geräte, die du vom Standardwert 2000 ms z.B. auf 5000 ms erhöhen könntest, d.h. dann versucht der Media Server, Daten für 5 Sekunden vorab zu lesen. Damit du an die Einstellung dran kommst, musst du mit den Media Server Optionen -> Hardware ein solches virtuelles TS Stream Gerät deiner Geräteliste hinzufügen (oder auch mehrere, je nach dem, wie viele Streams der Server maximal gleichzeitig verarbeitet). Ansonsten erzeugt der Server die TS Stream Geräte mit Standardeinstellungen dynamisch nach Bedarf, ohne dass sie in der Geräteliste sichtbar werden. Quote
michi_387 Posted May 20, 2025 Author Posted May 20, 2025 Vielen Dank für deine umfangreiche Antwort. Ich habe jetzt wie von dir vorgeschlagen 2 TS Stream Geräte erstellt und den Wert für vorab lesen auf 4000 ms gestellt, also den doppelten Standardwert. Ich teste es die nächsten Tage und schaue, ob es damit besser ist. Wenn man den Wert z.B. auf 10 Sekunden stellt, dann muss man aber nach dem Start des Streams auch 10 Sekunden warten, bis ein Bild kommt, hat also 10 Sekunden Verzögerung zum Live-Bild? Verstehst du aus technischer Sicht, warum die HD Streams mit so hoher Datenrate kommen? Normalerweise sollten doch 5-10 Mbi/s für Full-HD reichen? Quote
Griga Posted May 20, 2025 Posted May 20, 2025 vor 2 Stunden schrieb michi_387: Wenn man den Wert z.B. auf 10 Sekunden stellt, dann muss man aber nach dem Start des Streams auch 10 Sekunden warten, bis ein Bild kommt, hat also 10 Sekunden Verzögerung zum Live-Bild? Nein, nicht unbedingt. Das hängt auch davon ab, wie schnell dein Internetzugang ist. Probiere es im DVBViewer aus, der (wenn auf dem selben PC) dabei möglichst nicht als Media Server Client konfiguriert sein sollte, damit er den Stream mit seinem TS Stream Device direkt vom Provider bezieht. Wenn ein DVBViewer als Client eines Media Servers auf dem selben PC konfiguriert ist, holt er sich nämlich den Stream von selbigem, damit bei gleichzeitigem Aufnehmen und Gucken die Internet-Bandbreite nicht doppelt belegt wird. HLS ist eine ziemlich spezielle Sache. Die meisten Anbieter stellen dabei bereits einen senderseitigen Puffer zur Verfügung. Bei deinem beträgt er ca. 21 Sekunden (zumindest bei VOX), d.h. ein Client kann mit der Wiedergabe an beliebiger Position innerhalb der letzten 21 gesendeten Sekunden einsetzen. Der DVBViewer beginnt standardmäßig dreißig Sekunden vor der "LIve Edge" mit der Wiedergabe (oder entsprechend weniger, wenn der Puffer des Anbieters weniger als 30 Skunden umfasst). D.h. in deinem Fall könnte er bis zu 21 Sekunden auf Vorrat lesen und trotzdem sofort mit der Wiedergabe beginnen. Der DMS macht es ebenso. Im DVBViewer kannst du in der Kontrollleiste sehen, an welcher Pufferposition gerade gelesen wird und wieviel Puffer der Provider insgesamt zur Verfügung stellt, sofern nicht gerade das DVBViewer-eigene Timeshift aktiv ist. Der Nachteil dabei ist natürlich, dass du, wenn der Nachbar bereits über ein Tor jubelt, dieses erst eine halbe Minute später siehst, plus die Verzögerung, die bereits beim Provider und bei der Übertragung entsteht. Wieviele Sekunden der DVBViewer/DMS vor der "Live Edge" mit dem Lesen des Streams einsetzt, lässt sich mit dem Tweak "Wiedergabeverzögerung für HLS/MPEG Dash" einstellen (Tweaker.exe für den DVBViewer bzw. DMSTweaker.bat für den DMS starten). Die deutschen Öffentlich-Rechtlichen stellen übrigens reichlich senderseitigen Puffer zur Verfügung. Wenn du den Stream des Erste HD direkt (nicht über deinen Provider) empfängst, sind das 2 Stunden! Du erhälst dann in der Kontrollleiste die Anzeige 01:59:30 / 02:00:00. Steht so viel Puffer zur Verfügung, nutzt der DVBViewer das seit Version 7.2.2 gnadenlos, indem er ein Zurückspringen im Puffer ermöglicht, also praktisch Timeshift, ohne dass das DVBViewer-eigene Timeshift aktiv sein muss. Hast du z.B. von einer Sendung die ersten 15 Minuten verpasst, springst du in der Kontrollleiste einfach 15 Minuten zurück, um die Sendung von Anfang an zu sehen oder aufzunehmen. Während du den Slider der Kontrollleiste mit der Maus ziehst, zeigt die Anzeige nicht wie sonst die Puffer-Leseposition, sondern bei welcher Uhrzeit (!) du gerade bist. Ob dein Provider diese öffentlich-rechtliche Großzügigkeit durchreicht, bezweifle ich allerdings. Dafür musst du wahrscheinlich das Erste HD aus der vom DVBViewer mitgebrachten Internet TV-Senderliste benutzen. Quote
michi_387 Posted 14 hours ago Author Posted 14 hours ago Hallo Griga, ich muss das Thema nochmal aufgreifen, da ich aktuell wieder Probleme habe. Ich habe 2 Clients (1x normaler PC mit Windows 11 und 1x Mini-PC mit Windows 11), welche mit Kodi und dem DVBViewer Plugin absolut problemlos laufen. Jetzt habe ich einen neuen Mini-PC, ebenfalls mit Windows 11, welcher Probleme macht. Beim Start eines Kanals passiert es sehr oft, das Kodi nur am puffern ist und auch nach 30 Sekunden kein flüssiger Stream zustande kommt, man sieht nur 1 Bild pro Sekunde. Wechsle ich auf einen anderen Kanal, dann läuft der andere Kanal sofort fehlerfrei. Wechsle ich wieder zurück, läuft oft auch der erste Kanal fehlerfrei. Wenn ich dann nach ein paar Minuten umschalte, kann das gleiche Problem bei anderen Kanälen wieder auftreten. Ich habe schon alles erdenkliche versucht, das Gerät ist neu installiert und es läuft nur Kodi darauf. Netzwerk ist auch stabil und schnell. Wodurch können solche Probleme verursacht werden? Quote
Griga Posted 3 hours ago Posted 3 hours ago vor 9 Stunden schrieb michi_387: Wodurch können solche Probleme verursacht werden? Liegt wohl an irgendwas im neuen PC, wenn die Streams vom Media Server auf zwei anderen von der gleichen Kodi-Version mit gleichen Einstellungen (auch im DVBViewer Add-On!) problemlos verarbeitet werden. Unterschiede können sich zum Beispiel daraus ergeben, dass heutzutage alle Programme mehr oder weniger die Grafikkarte bzw. GPU für hardware-beschleunigte Videodekodierung und -verarbeitung heranziehen. Die sind nicht alle gleich gut und potent. Und auch der Graka-Treiber mit seinen Einstellungen spielt dabei mit. Also zusehen, dass es wirklich der aktuelle von der Hersteller-Seite ist, dass alle vom Hersteller standardmäßig aktivierten Video-Verschlimmbesserungen deaktiviert sind... Vor kurzem erlebt: Habe einen ausgedienten Firmen-PC mit Intel i5-9400 CPU mit integrierter Intel UHD Graphics 630 geschenkt bekommen. Laut den Spezifikationen sollte diese keine Probleme haben, einen UHD HEVC Testkanal mit 10 Bit Farbtiefe vom Astra-Satelliten zu verarbeiten. Funktionierte aber nicht. Trotz Nutzung von DXVA2 Hardwarebeschleunigung blieb die Wiedergabe im DVBViewer mit dem LAV Video Decoder immer wieder stehen, es gab Pufferüberläufe, ruckelte... da war nichts zu machen. Schließlich habe ich eine NVidia GT 1030 Grafikkarte in den PC eingebaut. Seitdem läuft der UHD-Kanal rund und flüssig. Könnte aber auch an anderen Faktoren liegen - vielleicht netzwerkbedingt, schwer zu beurteilen. Ich würde testen, wie andere Clients auf dem PC zurechtkommen, z.B. der DVBViewer oder VLC. Oder vielleicht zum Vergleich der PVR IPTV Simple Client für Kodi (dazu musst du zeitweise das DVBViewer Add-On deaktivieren). Allen kannst du eine auf dem PC via Media Server Webinterface -> Links-Seite exportierte M3U-Senderliste mit den Original-Streams bzw. deren URL zum Fraß vorwerfen. Dann kriegen sie das, was Kodi mit dem DVBViewer Add-On auch bekommt. Mehr dazu bei Bedarf. Quote
michi_387 Posted 1 hour ago Author Posted 1 hour ago Der betroffene Mini-PC ist mit W-Lan verbunden, alle anderen mit LAN. Es handelt sich um einen baugleichen PC mit einem Intel N100. Was ich nicht verstehe, wieso es nach dem 2. / 3. Versuch dann problemlos läuft. Wenn es einmal läuft, dann auch ohne Ruckler. Aber wenn es nicht läuft, dann kann ich noch so lange warten, er fängt sich einfach nicht. Ich meine, es hat nichts mit der Videowiedergabe an sich zu tun, da in Kodi der Nachlade-Kreis kommt, der ja auf ein Nachladen vom Stream hindeutet. Quote
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