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Internet Radio mit dem DVBViewer GE 3.5

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Internetradio mit dem DVBViewer GE 3.5

Der DVBViewer GE ab Version 3.5 integriert Internet Radio nahtlos in die bekannten DVBViewer-Mechanismen. Internet-Radiosender können in der Senderliste und der Favoritenliste gespeichert werden. Aufnahmen sind ebenso möglich wie Timeshift, Interpret und Titel erscheinen im EPG.

 

Die Anleitung zu diesem Thema wurde inzwischen auf den Stand der Version 3.5.1 aktualisiert, in die DVBViewer GE-Hilfe integriert und deshalb an dieser Stelle entfernt. Sie ist jetzt hier zu lesen.

 

Der einfachste Weg, um mit Internetradio zu beginnen, ist der Import der im DVBViewer GE-Paket im Unterordner Internet Radio enthaltenen INI-Dateien.

 

Public Web Radio.ini enthält alle deutschsprachigen öffentlich-rechtlichen Radiosender (einschließlich Österreich und Schweiz), dazu BBC.

 

Private Web Radio.ini enthält über 300 private deutsche Sender alphabetisch sortiert - mit Dank an hdv, der sie eingesammelt hat.

 

Um sie zu importieren, zieht man einfach die entpackten Dateien mit der Maus in die DVBViewer GE-Senderliste.

 

Eine weitere neue Möglichkeit im Zusammenhang mit der DVBViewer GE-Senderliste bleibt hier und in der DVBViewer GE-Anleitung zunächst unerwähnt. Es handelt sich um eine Test-Implementation bzw. eine Art "Proof of Concept". Ich werde eventuell später an dieser Stelle darauf zurückkommen - vielleicht findet ja jemand vorher das Osterei...

Edited by Griga
Änderungen im DVBViewer GE 3.6.2, Anhang entfernt
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Dateipfade in der Senderliste


Hier wie bereits in Aussicht gestellt zusätzliche Hinweise für expermientierfreudige DVBViewer GE-Benutzer. Mit der Senderliste lässt sich neuerdings noch mehr als das Speichern von Stream-Adressen veranstalten. Dazu folgendes Experiment: Man nehme einen Ordner mit ein paar Musikdateien - MP3, WAV, egal - und ziehe ihn mit der Maus in die DVBViewer GE-Senderliste. Das Ergebnis sollte etwa so aussehen:

Zwischenablage01.png

Hier verwandeln sich Laufwerke in Stammordner, Ordnernamen in Kategorien und Mediadateien in Sender. Kurz gesagt erlaubt es der DVBViewer GE, auch Mediadateien bzw. deren Pfade in der Senderliste zu speichern. Nach der Integration von Internetradio ergab sich dies aufgrund der Verwandschaft von Streamadressen und Dateipfaden nahezu von selbst. Der Import ist nicht nur durch das Hineinziehen von Ordnern, Wiedergabelisten und Mediadateien möglich, sondern auch mit der Importfunktion der Senderliste, indem man im Dateidialog den Dateityp von "Senderlisten-Dateien" auf "Media-Dateien" oder auch "Playlist-Dateien" umstellt.

"Privatsender"


Mediadateien in der Senderliste verwaltet der DVBViewer GE wie Sender. Das heißt, sie können aus der Senderliste in die Favoriten übernommen werden, erhalten eine Sender- bzw. Favoritennummer, lassen sich wie Sender über die Nummer anwählen oder mit den Funktionen Sender/Favorit plus/minus umschalten, werden beim Beenden der Wiedergabe als "vorheriger Sender" notiert, man kann die Wiedergabe mit der gleichnamigen Funktion fortsetzen, und der DVBViewer GE macht das bei einem Neustart sogar automatisch, wenn man ihn zuvor bei laufender Wiedergabe eines solchen "Privatsenders" beendet hat.

Aber warum das ganze als verstecktes Feature? Weil mir die offizielle Wiedergabelisten-Funktion des DVBViewers nicht besonders gefällt, habe ich probiert, ob sich Mediadateien senderlisten-ähnlich verwalten lassen. Es lag nahe, für den Versuch die bereits vorhandene Senderliste des DVBViewer GE mit ihren leistungsfähigen Mechanismen zu nehmen.

Ein offizielles Feature ist es dennoch nicht geworden, weil mir letztendlich Sender und Dateien in einer gemeinsamen Liste zu unübersichtlich erschienen. Und weil es ein Problem gibt, das sich schlecht lösen lässt. Die Datei channels.dat, in der der DVBViewer die Senderliste speichert, kann aus Kompatibilitätsgründen nur Kategorie- und Sendernamen bis zu einer bestimmten Länge aufnehmen. Sobald längere Ordner- und Dateinamen ins Spiel kommen, werden sie beim Speichern in der channels.dat eventuell abgeschnitten. Das ist nicht so schön. Auch deshalb ist für die Verwaltung von Mediadateien eine von der Senderliste unabhängige Lösung vorzuziehen.

Senderliste als Playliste


Nichtsdestotrotz hat das Experiment einige Erkenntnisse gebracht und ist schließlich im DVBViewer GE Release verblieben, weil es vielleicht dem einen oder anderen Spaß macht, mit den Möglichkeiten zu spielen. Sie gehen sogar noch ein Stück weiter: Wenn man bei beendetem DVBViewer GE in der Datei Setup.ini (siehe Konfigurationsordner) der Sektion [frmChannellist] mit einem Texteditor den Eintrag

IsPlaylist=1

hinzufügt, erhält die Senderliste Wiedergabelisten-Funktionalität, kann also automatisch Dateien hintereinander abspielen. Außerdem enthält das Kontextmenü, das nach einem Rechtsklick in die Senderliste erscheint, durch den Eingriff ein zusätzliches Untermenü "Wiedergabelisten-Einstellungen" mit folgenden Punkten:

  • Endlos-Wiedergabe: Der Schalter bestimmt, ob die Senderliste als Wiedergabeliste automatisch mit der ersten Datei weitermachen soll, sobald die letzte abgespielt ist
  • Kategorie-übergreifend: Der Schalter bestimmt, ob der DVBViewer GE beim Abspielen jeden Kategorieordner als separate Wiedergabeliste behandelt, oder alle Dateien innerhalb eines Video/Audio-Ordners als eine große Wiedergabeliste auffasst.
  • Zufällige Reihenfolge: Der Schalter ist wirkungslos, weil ich nicht mehr dazu gekommen bin, es zu implementieren. Es erwies sich in der Senderliste als unerwartet kompliziert.

Abschließend noch ein Hinweis: Wer seine gesamte Musiksammlung mit tausenden von Dateien in die DVBViewer GE-Senderliste befördert, wird eventuell feststellen, dass das Programm dabei ziemlich lange hängt. Es liegt daran, dass es relativ aufwendig bei jedem neuen Eintrag prüft, ob er bereits in der Liste vorhanden ist, und ihn dann aussortiert. Verhindern lässt es sich, indem man die Strg-Taste gedrückt hält, wenn der Import startet.

Wer diese Möglichkeiten nutzt, sollte also im Blick behalten, dass es sich nicht um ein vollständig ausgearbeitetes Feature, sondern um ein programmtechnisches Experiment ohne weitergehende Ansprüche an Bedienbarkeit und Funktionsfähigkeit handelt. Feedback dazu nehme ich trotzdem gerne in Empfang.

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