Rhino Cracker2 Posted Saturday at 02:20 PM Posted Saturday at 02:20 PM (edited) Hi zusammen, ich würde gerne meine Sat-Schüssel in Wohnung 1 an einem PC mit DVBViewer in Wohnung 2 in einer anderen Stadt benutzen. Die Schüssel hängt bereits an einem Sat-Splitter mit ein paar unbenutzten Ausgängen. An einen oder mehrere dieser unbenutzten Ausgänge für Sat-Receiver möchte ich es anschließen. Einen PC mit TV-Karte übrig habe ich nicht. Es sollte ein möglichst stromsparendes dediziertes Gerät sein. Falls die normalerweise nur im LAN funktioniert: Ein VPN könnte ich auf der Fritzbox in Wohnung 1 einrichten. Könnt ihr mir hierfür ein möglichst gut funktionierendes Gerät empfehlen? - schnell (schneller Senderwechsel, geringes Delay im Fernsehprogramm) - zuverlässig & stabil (soll möglichst gar nie abstürzen und Fehlertolerant gegenüber fehlerhaften Sat-Signalen sein) - kostet keine Unsummen (max 200€?) Und vielleicht ein paar Eckpunkte nennen, wie man es mit DVBViewer dann einrichten muss? Im Moment stelle ich mir das so vor: - Sat-Streaming-Box anschließen (1-nx koax aus dem Sat-Splitter, 1x LAN, 1x Strom) - In Sat-Streaming-Box per Web-Interface Port, Nutzername, Passwort eingeben - In Router Port forwarden (DynDNS läuft schon) - im DVBViewer DynDNS, Port, Nutzername, Passwort eingeben, fertig: Sendersuchlauf, Polarisationswechsel, Frequenzwechsel, anschauen+aufnehmen funktioniert, die Daten wandern durchs Internet. Nach 15 Jahren TV ohne Werbung dank Perma-TimeShift über MyTheatre und DVBViewer habe ich langsam keine Lust mehr, mich mit 1&1-TV und deren Werbe-Überspringungs-Blockaden herum zu schlagen. Gedanken darüber machen, ob ich für das Streamen von Sat-Material durchs Internet als Privatanwender eine Lizenz bräuchte oder nicht, möchte ich mir nicht. Vielen Dank schonmal und viele Grüße, Rhino Edited Saturday at 02:28 PM by Rhino Cracker2 Quote
Rhino Cracker2 Posted Saturday at 04:20 PM Author Posted Saturday at 04:20 PM Bei einer Recherche in der vergangenen Stunde habe ich eigentlich nur 3 Hersteller und 4 Geräte gefunden: - Telestar Digibit Twin für ca. 73€ - Kathrein Exip 418 für 300€ - Digital Devices Octopus NET SL M4, SL SX8 Basic und SL-MC SX8 Basic für 489-539€ (direkt bei denen) Vermutlich wirds dann das erste Gerät, weil die anderen preislich raus sind. Außer jemand von euch sagt mir noch "das geht damit nicht" oder "das ist Mist!" Quote
Griga Posted yesterday at 05:49 AM Posted yesterday at 05:49 AM vor 14 Stunden schrieb Rhino Cracker2: Falls die normalerweise nur im LAN funktioniert: Ein VPN könnte ich auf der Fritzbox in Wohnung 1 einrichten. Sat>IP funktioniert nur im LAN. Ob es über ein VPN funktioniert, bleibt zu probieren. Sat>IP basiert auf verschiedenen Netzwerkprotokollen (TCP, UDP/RTP, UPnP), die das VPN alle durchreichen müsste. Eine alternative Lösung wäre ein 24/7 laufender Windows PC mit DVB-Karte(n) und dem DVBViewer Media Server (kostet extra). Dieser liefert TV Streams (auch) via HTTP, das sich viel einfacher durchs Internet transportieren lässt. Das geht auch auch ohne VPN mittels Port-Weiterleitung. Allerdings wirst du dann ständig Besuch aus aller Welt haben, der nachschaut, was es da Schönes bei dir gibt - sowas ist leicht mit speziellen Suchmaschinen auffindbar und ein starker Passwortschutz deshalb absolut Pflicht. Wenn du dafür die Nerven hast... Die sicherste Lösung wäre DVBViewer Media Server + VPN, vorausgesetzt, du erzielst so die erforderliche Uploadrate (20 MBit/s sollten es mindestens sein). Der Windows PC darf stromsparend sein, weil der Media Server nur wenig Leistung braucht, solange er nicht Video-Streams in ein anderes Format (z.B. für Wiedergabe im Browser) oder auf eine andere Bitrate transkodieren muss. Aufnahmen programmierst du dann in Wohnung 2 über den DVBViewer oder das Webinterface des Media Servers, lässt sie aber sinnvollerweise von diesem in Wohnung 1 durchführen. Auf die Aufnahmen und eventuell weitere Medien wie eine Video/Musiksammlung greifst du aus der Ferne ebenfalls via Media Server mit dem DVBViewer zu, der dann nur als Player dient. Soweit ein Überblick... Quote
YARD2 Posted 22 hours ago Posted 22 hours ago Hallo, Bei mir scheitert der RTSP Stream (UDP oder TCP) beim MediaServer immer daran, dass der DVBV den Server in den Hardware EInstellungen nicht findet, obwohl ich per VPN auf alles im "Daheim" Netz zugreifen kann. Egal welcher Port, welcher Dienst, ... Aber das Feld unten wo der RTSP Server steht bleibt leer. Wireguard und openVPN Per Browser und HTTP gehts problemlos. Wie wird überprüft ob ein Server da ist ? Quote
Griga Posted 21 hours ago Posted 21 hours ago vor 11 Minuten schrieb YARD2: Wie wird überprüft ob ein Server da ist ? Das ist ein UPnP-Mechanismus. Der Client schickt über sämtliche vorhandenen Netzwerkadapter eine Multicast-Suchanfrage (M-SEARCH) ins Netzwerk und lauscht dann auf Antworten. Sat>IP-Server geben auch von sich aus per Multicast im Netzwerk bekannt, dass sie vorhanden sind, zumindest beim Start, vermutlich auch danach in regelmäßigen Abständen (müsste ich erst recherchieren). Wenn die Erkennung nicht funktioniert, kann man im DVBViewer die Adresse und den Port manuell eintragen. Steht im Webinterface auf der Statusseite. Quote
YARD2 Posted 21 hours ago Posted 21 hours ago OK, Multicast wird nicht unterstützt bei den VPN Tunneln. Die IP und Port ist eingetragen, hm muss ich nochmal suchen gehen Quote
Griga Posted 4 hours ago Posted 4 hours ago vor 17 Stunden schrieb YARD2: Bei mir scheitert der RTSP Stream (UDP oder TCP) beim MediaServer immer daran, dass der DVBV den Server in den Hardware EInstellungen nicht findet, obwohl ich per VPN auf alles im "Daheim" Netz zugreifen kann. Egal welcher Port, welcher Dienst, Gibt es dann im DVBViewer-Client eine Fehlermeldung? Oder bleiben einfach nur Bild unfd Ton aus? Bei Sat>IP via VPN gibt es noch weitere potentielle Hindernisse. Ich habe selbst keine Erfahrung damit, aber einiges im Forum mitbekommen. Soweit ich weiß, richtet zumindest OpenVPN unter Windows einen virtuellen Netzwerkadapter für ein öffentliches Netzwerk ein, was wiederum die Windows Firewall auf den Plan ruft, die einen aus ihrer Sicht unangeforderten UDP-Datenfluss vom Sat>IP Server zum Client unterbindet, der dann schlicht umsonst auf TV-Daten wartet. Weiterhin hast du dann einen "multi-homed" Client-PC mit mehr als einer IP-Adresse. Die Frage ist, über welchen Adapter bzw. welche Adresse der Client auf eintreffende UDP-Daten lauschen soll. Der DVBViewer überlässt die Auswahl standardmäßig Windows, das anhand seiner Routing-Tabelle entscheidet. Wählt Windows den falschen Adapter, wartet der Client ebenfalls umsonst auf Daten. Beide Probleme behandeln die aktuellen Beta-Versionen des Media Servers (3..3.1.12) und DVBViewers (7.3.1.12): Am 18.8.2025 um 09:26 schrieb Griga: Ergänzt: RTSP (Sat>IP) Client: Unterstützung für den Datentransport-Modus „TCP Interleaved“ (auch RTP/AVP/TCP genannt). Dies ermöglicht den Empfang von Video/Audio- und zusätzlichen Daten über eine einzige TCP-Verbindung, die der DVBViewer für das Senden von Kommandos aufgebaut hat, sofern der Server den Modus unterstützt (siehe hier). Der normale Modus erfordert zwei zusätzliche UDP-Verbindungen für den Datentransport. (...) Die Vorteile des Modus „TCP Interleaved“ sind die Verhinderung von Aussetzern (auf Kosten eines höheren Protokoll-Overheads) und weniger Firewall-Probleme. Außerdem kann er die Verwendung von Sat>IP über ein VPN erleichtern. Am 18.8.2025 um 09:26 schrieb Griga: Ergänzt: RTSP (Sat>IP) Client: Maßnahmen, die Sat>IP-Verbindungen, wenn sie den UDP-Datentransportmodus benutzen, weniger anfällig gegen das Blockieren durch Firewalls machen, insbesondere wenn die Netzwerkverbindung als „öffentlich“ konfiguriert ist. Bereits in der 7.3.1.0 gab es die folgende Neuerung: Am 29.12.2024 um 19:31 schrieb Griga: Ergänzt: Hardware-Optionen: Der Einstellungen-Dialog für virtuelle RTSP (Sat>IP) Netzwerkgeräte erlaubt jetzt die Auswahl des Netzwerk-Interface (der Adapter-IP-Adresse), das für den Empfang von UDP-Streams vom Sat>IP-Server genutzt wird. Der Standard ist „Automatic“. Er überlässt es Windows, den passenden Netzwerkadapter zu wählen. Einen selbst zu wählen kann erforderlich sein, wenn zwei oder mehr Netzwerkadapter vorhanden sind, insbesondere virtuelle Adapter durch ein VPN oder eine virtuelle Maschine, und Windows den falschen wählt (siehe hier). Das wären also die Ansatzpunkte, wenn man im Einstellungen-Dialog für virtuelle RTSP (Sat>IP) Netzwerkgeräte des DVBViewers die Server-Adresse und den Port mangels UPnP-Multicast manuell eintragen muss, aber trotzdem keine Daten via VPN kommen. Das gibt dem Rhinoknacker gleich mal einen Eindruck, was ihn netzwerktechnisch bei Sat>IP via VPN erwartet 1 Quote
YARD2 Posted 1 hour ago Posted 1 hour ago Vielen Danke für die Info. Werde es ausprobieren und Rückmeldung geben. Quote
YARD2 Posted 1 hour ago Posted 1 hour ago So wollte es gleich ausprobieren 🙂 Mit der alten Version (non Beta) kommt, "Sender beim Server nicht verfügbar", mit oder ohne Firewall, UDP oder TCP Setting. Sowohl bei OPenVPN als auch bei Wireguard. Mit der neuen Beta Version geht es auf Anhieb mit beiden VPN Lösungen. Ohne Anpassung der Firewall. Sehr fein !! Vielen Dank ! Quote
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