Papillon Posted Friday at 06:11 AM Posted Friday at 06:11 AM Hallo zusammen, habe die im Thema genannte Karte heute eingebaut. Nach Installation des neuesten Treibers 3.1.4.329 ( 25.06.2025) zeigt die Karte im Gerätemanager das Warndreieck mit folgendem Hinweis: "Die digitale Signatur der für dieses Gerät erforderlichen Treiber kann nicht überprüft werden. Bei einer vor Kurzem durchgeführten Änderung an Hardware oder Software wurde möglicherweise eine Datei installiert, die falsch signiert oder beschädigt ist. Möglicherweise handelt es sich auch um schädliche Software einer unbekannten Quelle. (Code 52)" Warum will Win11 pro diesen Treiber nicht? Kommt noch dazu, laut Installationsanleitung sollte die Karte unter "Media-PC" angezeigt werden. Hier sehe ich sie unter Audio, Video und Gamecontroller. Kann mir bitte jemand was dazusagen...? Grüße, Heinz PS: War gestern schon spät und da bin ich mit dem Beitrag im Englischforum gelandet. Admin bitte löschen! Danke! Quote
HaraldL Posted Friday at 01:58 PM Posted Friday at 01:58 PM Wie auf der Treiberseite von DD zu lesen ist muß normalerweise SecureBoot im BIOS deaktiviert werden. Da DD den großen (Kosten-)Aufwand für die offizelle Microsoft WHQL-Zertifizierung spart, der wegen der geringen Stückzahlen den Preis nochmal deutlich erhöhen würde. Ich selber habe anfangs am neuen Win11-PC auch erstmal SecureBoot im BIOS abgeschaltet, Windows läuft damit ja ganz normal. Es gibt aber noch einen Workaround der derzeit, auch bei mir, funktioniert. Wenn Win11 glaubt die Installation ist ein Upgrade einer älteren Windows-Version dann läßt es den Treiber auch ohne WHQL-Zertifikat zu. So kann man SecureBoot aktiviert lassen und braucht nichts im BIOS umstellen. Dazu muß per RegEdit (oder einfacher alternativ die Zip im Anhang herunterladen, entpacken und die .REG-Datei doppelklicken und den Eintrag hinzufügen lassen) folgender DWORD32-Eintrag in der Registry hinzugefügt und auf "1" gesetzt werden: Windows Registry Editor Version 5.00 [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\CI\Policy] "UpgradedSystem"=dword:00000001 Danach den PC neu starten. Bei mir läuft Win11 so mit aktivem SecureBoot mit genau dem DD-Treiber, halt mit einer anderen Karte. UpgradedSystem.zip Quote
Griga Posted Friday at 02:26 PM Posted Friday at 02:26 PM vor 8 Stunden schrieb Papillon: Kommt noch dazu, laut Installationsanleitung sollte die Karte unter "Media-PC" angezeigt werden. Hier sehe ich sie unter Audio, Video und Gamecontroller. In der Kategorie "Audio, Video und Gamecontroller" sind alle DVB-Geräte mit BDA-Treiber zu finden. Die übergeordnete Kategorie "Media-PC" im Screenshot aus der Anleitung stammt daher, dass der PC, auf dem er angefertigt wurde, "Media-PC" hieß. Deiner heißt vermutlich anders... Quote
Papillon Posted yesterday at 02:14 AM Author Posted yesterday at 02:14 AM Hallo HaraldL und Griga, vielen Dank für eure hilfreichen Antworten. Dass SecureBoot deaktiviert werden muss, das ist mir inzwischen schon klar geworden. Weil mir das in Zeiten wie diesen doch einigermaßen riskant erscheint, ist der Entschluss gereift, einen Netzwerktuner (Octopus Net M4 mit CI wegen ORF) anzuschaffen. Damit könnte ich 3 PCs versorgen, wobei immer nur höchstens zwei in Betrieb sein werden. Mit der von Harald genannten Möglichkeit kommt dieser Entschluss natürlich wieder ins Wanken. Wäre damit - abgesehen von den Kosten - doch ein großer Konfigurationsaufwand verbunden. In Sachen Net M4 wären allerdings eine Fragen offen. Dabei geht's um die Aufteilung der (verschlüsselten) ORF Kanäle: Wenn im einen DVBViewer-PC der terrestrische Empfangsbereich "hat CI Modul" nicht aktiviert ist und im anderen jener vom Satellit, stelle ich mir vor, kann der eine PC dem anderen keine ORF-Sender "wegnehmen". Ist das so richtig? Zudem stehen am möglichen Aufstellungsort nur zwei Satellitenkabel zur Verfügung. Aber das wäre wahrscheinlich kein Problem. Quote
Griga Posted yesterday at 06:10 AM Posted yesterday at 06:10 AM Beim Octopus Net M4 musst du mit folgenden Einschränkungen rechnen: CI: Während bei DD Karten mehrere Tuner ein CI gemeinsam benutzen können (sofern das CAM das mitmacht), und der DVBViewer die CI-Nutzung nur dann veranlasst, wenn er ein verschlüsseltes Programm empfangen soll, sieht das bei Octopus Net M4 ganz anders aus. Grund ist, dass ein Sat>IP Server TV in einem Netzwerk verteilt und die Nutzung einer Smartcard von mehreren Clients gleichzeitig praktisch auf ein rechtlich fragwürdiges Card Sharing hinausliefe. Digital Devices kann und will in der Hinsicht natürlich keinen Ärger riskieren. Das heißt im Klartext: Wenn ein Client ein CI verwendet, ist die Nutzung durch andere Clients ausgeschlossen. Sollen x Clients gleichzeitig ein verschlüsseltes Programm wiedergeben, sind also zwingend x CIs mit x Smartcards erforderlich. Weiterhin müssen DVBViewer-Clients bzw. ihre virtuellen Sat>IP-Netzwerkgeräte, die verschlüsselte Programme empfangen sollen, für die CI-Nutzung konfiguriert sein. Empfangen sie dann mit einem solchen virtuellen Gerät ein unverschlüsseltes Programm, blockieren sie trotzdem ein CI. Tunerverwaltung: Die ist im Octopus Net M4 leider nicht besonders durchdacht. Das wird zum Problem, wenn du nicht genug Sat-Antennenanschlüsse hast, um alle 4 Hybrid-Tuner zu versorgen, und du zusätzlich terrestrischen Empfang nutzen willst. Octopus Net M4 verwendet immer den nächsten freien Tuner "von unten", um Client-Requests zu bedienen. Angenommen, Tuner 1 und 2 sind an Sat-Antennenkabel angeschlossen, sowie alle 4 Tuner an eine terrestrische Antenne (dafür reicht ja ein Antennenkabel). Nun fordert ein Client ein terrestrisches Programm an. Dafür nimmt Octopus Net dann Tuner 1, womit dieser belegt ist und derweilen nicht mehr für Sat-Empfang zur Verfügung steht. Anders gesagt ist Octopus Net nicht schlau genug, die zwei für Sat-Empfang geeigneten Tuner für diesen Zweck so weit wie möglich freizuhalten und weiß noch nicht einmal, welche seiner Tuner mit Sat-Signalen versorgt sind und welche nicht. Das Problem lässt sich im DVBViewer lösen, indem man dessen virtuelle RTSP-Netzwerkgeräte mit Hilfe des Sat>IP Frontend-Parameters und durch Patchen der hardware.xml fest an bestimmte Octopus Net Tuner bindet, also in diesem Beipiel die vorrangige Nutzung der nicht Sat-fähigen Tuner 3 und 4 für den terrestrischen Empfang erzwingt. Das schränkt jedoch die Flexibilität ein und bringt zusätzlichen Konfigurationsaufwand mit sich. Man muss dabei einen guten Überblick bewahren, um nicht unliebsame Überraschungen zu erleben. vor 4 Stunden schrieb Papillon: Damit könnte ich 3 PCs versorgen, wobei immer nur höchstens zwei in Betrieb sein werden. Grundsätzlich ist dabei zu beachten, dass ein DVBViewer Client auch mehr als einen Tuner / mehr als ein CI belegen kann, z.B. wenn neben der Wiedergabe im Hauptfenster gleichzeitig ein anderes Programm aufgenommen wird oder als Bild in Bild läuft. Du könntest auch den PC, der die Octopus CI M2 enthält, mit dem DVBViewer Media Server ausstatten. Damit wird dein Setup ebenfalls netzwerkfähig, und das zu wesentlich geringeren Zusatzkosten (21 €). Allerdings muss der Server PC dann immer laufen, wenn andere PCs TV empfangen sollen. Quote
getilus Posted yesterday at 07:12 AM Posted yesterday at 07:12 AM vor 50 Minuten schrieb Griga: CI: Während bei DD Karten mehrere Tuner ein CI gemeinsam benutzen können (sofern das CAM das mitmacht), und der DVBViewer die CI-Nutzung nur dann veranlasst, wenn er ein verschlüsseltes Programm empfangen soll, sieht das bei Octopus Net M4 ganz anders aus. Grund ist, dass ein Sat>IP Server TV in einem Netzwerk verteilt und die Nutzung einer Smartcard von mehreren Clients gleichzeitig praktisch auf ein rechtlich fragwürdiges Card Sharing hinausliefe. Digital Devices kann und will in der Hinsicht natürlich keinen Ärger riskieren. Das heißt im Klartext: Wenn ein Client ein CI verwendet, ist die Nutzung durch andere Clients ausgeschlossen. Sollen x Clients gleichzeitig ein verschlüsseltes Programm wiedergeben, sind also zwingend x CIs mit x Smartcards erforderlich. Weiterhin müssen DVBViewer-Clients bzw. ihre virtuellen Sat>IP-Netzwerkgeräte, die verschlüsselte Programme empfangen sollen, für die CI-Nutzung konfiguriert sein. Empfangen sie dann mit einem solchen virtuellen Gerät ein unverschlüsseltes Programm, blockieren sie trotzdem ein CI. Hallo, in diesem Zusammenhang habe ich eine Frage: Heißt das, dass alle Digital Devices Netzwerktuner nicht Multi Transponder Decrypting (MTD)-fähig sind, aber die CI-Erweiterungskarten für z. B. die Cine schon? Die KI liefert folgende Erklärung: Octopus NET als reiner Streamer + Host-Server (z. B. TVheadend) Wenn die Octopus NET den unverschlüsselten TS-Stream über das Netzwerk an einen TV-Server (wie TVheadend, VDR oder DD-Control-Center auf einem PC) liefert, kann die Entschlüsselung softwareseitig auf dem Host/Server via MTD-fähigen CAM-Modulen verarbeitet werden. PCIe-TV-Karten & CI-Erweiterungen (mit Treiber im PC) Die hardwareseitige MTD-Funktion ist eine Kernfunktion der PCIe-Serien von Digital Devices (in Kombination mit den DD-Treibern): Octopus CI M2 / Octopus Duo CI: Bieten dank MTD-Technologie die Möglichkeit, mit einem CI-Slot bis zu 4 Sender auf unterschiedlichen Transpondern/Frequenzen gleichzeitig zu entschlüsseln (sofern das CAM-Modul MTD beherrscht, z. B. Alphacrypt/DeltaCam). Cine S2 / Cine C2T2 mit DuoFlex CI: In Verbindung mit den Windows/Linux-Treibern von Digital Devices. Heißt das nun, dass das MTD auf DD-Netzwerktuner (z. B. einem Octopus NET SL SX8 Basic) doch funktioniert, allerdings softwareseitig (also in Verbindung mit dem Media Server und einem AlphaCrypt-Modul)? Gruß getilus Quote
Griga Posted yesterday at 07:57 AM Posted yesterday at 07:57 AM vor 52 Minuten schrieb getilus: Heißt das, dass alle Digital Devices Netzwerktuner nicht Multi Transponder Decrypting (MTD)-fähig sind, aber die CI-Erweiterungskarten für z. B. die Cine schon? So ist es. Lies das Kleingedruckte am Ende der Produktinformationen: https://www.digital-devices.eu/Digital-Devices-Octopus-NET-SL-M4/293054 vor 52 Minuten schrieb getilus: Heißt das nun, dass das MTD auf DD-Netzwerktuner (z. B. einem Octopus NET SL SX8 Basic) doch funktioniert, allerdings softwareseitig (also in Verbindung mit dem Media Server und einem AlphaCrypt-Modul)? Hört sich für mich nach einer Halluzination an. Quote
Papillon Posted yesterday at 09:38 AM Author Posted yesterday at 09:38 AM (edited) Nochmals vielen Dank für die ausführlichen Infos. Leider hat der Registryeintrag nichts genützt, denn das Warndreieck beim Treiber ist nach wie vor da (Code 52). Folglich wird es mit dem Net M4 doch Ernst werden. So wie sich das liest mit Net M4, wird wohl eine Vereinbarung sinnvoll sein, dass PC1 ORF-Sender nur per Satellit empfängt und PC2 nur terrestrisch. Bei PC3 spielt es keine Rolle, denn wenn der in Betrieb ist, werden PC1 und PC2 nicht gebraucht. Trotzdem denke ich mit Grauen an die Konfiguration der drei Rechner. 😉 Hab ja schon einmal einen NW-Tuner eingerichtet, aber das ist schon eine Weile her... Doch insgesamt gesehen dürfte es die einzige zukunftsträchtige Lösung sein. Ist mir eben noch eingefallen: Mit entsprechender Gestaltung der Favoritenliste wird sich eine "Doppelbelegung" der ORF CI-Module zwischen PC1 und PC2 sicher und einfach vermeiden lassen...! Edited yesterday at 10:04 AM by Papillon Quote
Griga Posted 22 hours ago Posted 22 hours ago vor 2 Stunden schrieb Papillon: So wie sich das liest mit Net M4, wird wohl eine Vereinbarung sinnvoll sein, dass PC1 ORF-Sender nur per Satellit empfängt und PC2 nur terrestrisch. Ist nicht sinnvoll. Ohne die von mir angegebene spezielle Konfiguration mit dem Frontend-Parameter wird PC2 so dem PC1 die Sat-Tuner wegnehmen. Und wenn du das ohnehin machen musst, kannst du PC2 auch Sat gönnen. vor 2 Stunden schrieb Papillon: Mit entsprechender Gestaltung der Favoritenliste wird sich eine "Doppelbelegung" der ORF CI-Module zwischen PC1 und PC2 sicher und einfach vermeiden lassen...! ??? Wie das? Was du vorhast, ist alles andere als trivial... Quote
Papillon Posted 15 hours ago Author Posted 15 hours ago (edited) Hallo Griga, meine Vorstellung ist, der in Anspruch genommene Tuner erkennt, wenn es für einen eingestellten Sender ein CI-Modul braucht und nimmt es in Beschlag. Das CI-Modul ist damit für die drei anderen Tuner gesperrt. Sollte das anders vor sich gehen, braucht meine Vorstellung eine entsprechende Korrektur. Die Beschreibung vom Hersteller verstehe ich vielleicht erst dann, wenn von meinen Vorstellungen abweichende Ergebnisse erkennbar werden... 😉 Bei der Favoritenliste hätte ich vorgesehen, dass im PC1 kein österreichischer Satellitensender enthalten ist und im PC2 kein österreichischer DVB-T-Sender (oder umgekehrt). Die favorisierten und frei empfangbaren Sender sollten trotzdem in den Favoritenlisten beider PCs enthalten sein und - egal in welchem "Mischverhältnis" ausgewählt - auch empfangbar werden. Muss dazu noch erwähnen, das Belegen von zwei Sendern (zwecks TV-Aufnahmen) kommt nur in PC1 vor. In PC2 wir ausnahmslos nur live geschaut und damit ist von dort auch immer nur 1 Tuner belegt. Kann mir nicht vorstellen, dass das nicht funktionieren soll. Wegen der auf zwei beschränkten Satkabel muss ich mir nur noch klar darüber werden, für welchen PC welche Favoritenkonfiguration die sinnvollere ist. In meine (selbst gestrickte) Antennenanlage noch ein Unikabelelement einzubauen, wäre möglicherweise eine weitere Option. Doch platzmäßig sieht das nicht so einfach aus. Auf jeden Fall vielen Dank für deine Erklärungen und Anmerkungen!!! Nachtrag: Inzwischen ist mir das Problem mit der Aufteilung der Tuner klar geworden. Da muss ich mit meinen Überlegungen ganz von vorne beginnen. Mir die Konfiguration von Netzwerk-TV-Karten beizubringen, kann nicht der Sinn dieses Forums sein. Darum klinke ich mich erst einmal aus. Nochmals vielen Dank! Edited 4 hours ago by Papillon Neue Erkenntnisse Quote
Griga Posted 4 hours ago Posted 4 hours ago vor 11 Stunden schrieb Papillon: meine Vorstellung ist, der in Anspruch genommene Tuner erkennt, wenn es für einen eingestellten Sender ein CI-Modul braucht und nimmt es in Beschlag. Nein. In Anspruch genommene Tuner erkennen von sich aus gar nichts. So funktioniert das nicht. Du musst für eine sinnvolle Konfiguration das grundlegende Sat>IP-Konzept und auch das spezielle CI-Konzept von Octopus Net verstehen. Blindes Herumraten führt in die Irre. Sat>IP sieht vor, dass du im DVBViewer virtuelle Sat>IP- bzw. RTSP-Netzwerkgeräte einrichtest. Diese repräsentieren quasi als Stellvertreter physikalische Tuner in Octopus Net. Der DVBViewer benutzt sie auf gleiche Weise wie in seinem PC eingebaute Tuner. Er fernsteuert mit seinen virtuellen Tunern die physikalischen Octopus Net-Tuner über das Netzwerk. Es gibt jedoch per se keine feste Bindung von virtuellen Tunern im Client an physikalische Tuner im Server. Wenn ein Client einen virtuellen Tuner verwendet und damit eine Request an den Server sendet, liegt es ganz im Belieben des Servers, welchen seiner physikalischen Tuner er einsetzt, um die Anforderung zu erfüllen. Die Strategie von Octopus Net ist in dieser Hinsicht sehr schlicht. Der Server nimmt einfach den nächsten freien Tuner von unten. Also vorrangig Tuner 1. Wenn der bereits besetzt ist, Tuner 2, usw. Die Tuner in Octopus Net sind absolut dumm. Sie wissen nicht, ob sie mit einem Antennenkabel verbunden sind oder nicht. Auch nicht ob das, was der Client haben will, verschlüsselt ist oder nicht. Sie erfahren noch nicht mal den Sendernamen oder eine Service ID, die sie befähigen würden, einen Sender zu identifizieren. Sie stellen einfach die Frequenz und sonstige Empfangsparameter ein, die der Client vorgibt, und liefern dann bestimmte vom Client angeforderte Teile des empfangenen Datenstroms. Was sie liefern, also ob das Video, Audio, Teletext usw. ist, wissen sie auch nicht. Das gesamte für das Handling erforderliche Know How obliegt bei Sat>IP dem Client! Demgemäß bestimmt der Client, ob ein CI eingesetzt wird. Grundsätzlich sehen die Sat>IP Spezifikationen keine serverseitige Entschlüsselung vor. Digital Devices verwendet deshalb eine eigene (proprietäre) Methode für Octopus Net. Sie beinhaltet, dass du in den virtuellen Tunern des Clients festlegst, ob sie mit einem CI assoziiert sein sollen oder nicht, also (leider) auf sehr unflexible Weise pro virtuellem Tuner, nicht pro Sender! Die (rechtlichen) Gründe hatte ich bereits angegeben. Kurz gesagt, wenn im DVBViewer ein virtueller Tuner mit einem CI assoziiert und in Verwendung ist, dann ist das CI belegt. Dabei ist es egal, ob der DVBViewer über diesen virtuellen Tuner gerade einen verschlüsselten oder unverschlüsselten Sender empfängt. In den DVBViewer Clients in deinem Netzwerk kann es zwar beliebig viele mit einem CI assoziierte virtuelle Tuner geben, aber nur zwei davon lassen sich gleichzeitig verwenden (vorausgesetzt, du hast zwei CAMs und zwei Smartcards)! Der Versuch, einen dritten in Betrieb zu nehmen, wird Octopus Net mit einer Fehlermeldung quittieren, selbst wenn du damit nur einen unverschlüsselten Sender empfangen willst. Willst du die CI-Belegung durch unverschlüsselte Sender vermeiden, musst du im DVBViewer auch virtuelle Tuner/Netzwerkgeräte anlegen, die nicht mit einem CI assoziiert sind, und den DVBViewer dazu bringen, diese vorrangig für unverschlüsselte Sender zu verwenden. Das ist ein Kapitel für sich. Hinzu kommt als Komplikation, dass du nur zwei der Octopus Net-Tuner mit einem Sat-Anschluss ausstatten kannst. Du hast dann also in Octopus Net zwei Tuner, die DVB-S und DVB-T2 können (jedoch nicht gleichzeitig!), und zwei, die nur DVB-T2 können. Da Octopus Net so dumm ist und davon ausgeht, dass alle vier Tuner alles können, wird DVB-T2-Empfang ohne weitere Maßnahmen die für DVB-S-Empfang geeigneten Tuner blockieren. Um das zu vermeiden, musst du virtuelle DVB-T2 Tuner im DVBViewer fest an bestimmte physikalische Tuner in Octopus Net binden. Angenommen, Tuner 1 und 2 in Octopus Net haben einen Sat-Antennenanschluss. Du müsstest dann virtuelle DVB-T2 Tuner im DVBViewer fest den physikalischen Tunern 3 und 4 zuordnen, so dass Octopus Net die Zuordnung nicht mehr frei wählen kann, oder anders gesagt, bei DVB-T2 nicht mehr blindlings die für Sat vorgesehenen Tuner besetzt. Man könnte auch sagen: Die DVBViewer-Konfiguration muss die in Octopus Net fehlende Intelligenz aufbringen. Um bei den ganzen Inhomogenitäten bzw. Einschränkungen in dem angestrebten Setup das Optimum zu erreichen, ist eine sehr kluge Konfigurationsstrategie erforderlich, die zusätzlich berücksichtigt, auf welche Weise der DVBViewer seine virtuellen Tuner einsetzt. Das lasse ich jetzt erst mal außen vor.... vor 11 Stunden schrieb Papillon: Die Beschreibung vom Hersteller verstehe ich genau so wenig wie deine, Wenn das obige immer noch nicht für Klarheit sorgt, kann ich nur raten, dein Vorhaben mit Octopus Net noch mal zu überdenken. Es ist wie gesagt alles andere als trivial. BTW: Was du auch auf der Rechnung haben solltest, ist, dass es bei Sat>IP leichter zu Aussetzern (Datenverlusten) kommen kann als bei im PC eingebauten Tunern. Wenn du nur TV gucken willst, macht es nicht viel aus, wenn das Bild gelegentlich verwürfelt. Aber wenn du mit einem DVBViewer-Client saubere Aufnahmen durchführen willst, kann das ärgerlich werden. Ob und in welchem Ausmaß derartige Störungen auftreten, hängt von netzwerktechnischen Gegebenheiten ab, mit denen du dich dann eventuell auch befassen musst. Quote
Papillon Posted 2 hours ago Author Posted 2 hours ago (edited) Hallo Griga, ich habe ehrlich ein schlechtes Gewissen, dass ich dich derart in Anspruch nehmen. Im Vorfeld der Entscheidung die Octopus CI M2 einzubauen war die Überlegung, dass die 8 Jahre alten Treiber meiner DVBSky-Karten früher oder später nicht mehr brauchbar sein werden. In diesem Sinne wartete ich schon recht lange darauf, dass die lange mit "comming soon" angekündigte Octopus CI M2 endlich lieferbar sein wird. Dauerte dann aber doch noch eine Weile, bis das Bedürfnis zum Umrüsten groß genug geworden war. Habe im Forum gelesen, was es über die CI M2 zu lesen gibt und dazu noch das Handbuch von DD. Da stand nirgends was, dass SecureBoot deaktiviert werden muss. Obwohl relativ vorsichtig am PC, diese Sicherheitslücke will ich nicht in Kauf nehmen. Dass etliche Zeilen über dem Downloadbutton der Hinweis auf das notwendige Deaktivieren von SecureBoot hingewiesen wird, ist mir erst später aufgefallen. Der von HaraldL genannte Registryeintrag ist auf meinem PC leider wirkungslos geblieben. Somit ist klar, die CI M2 geht mit großem Bedauern an DD zurück. Im Bestreben, eine aktuelle und dauerhafte Lösung zu installieren, kam ich dann auf die Net M4. Dass ich dabei irre Einschränkungen in Kauf nehmen muss, ist mir erst durch deine Aufklärung klar geworden. Hab das allerdings erst nach mehreren Durchgängen voll begriffen... Die nächste Überlegung war dann eine Unikabellösung (wie im alten Octopus NW-Tuner möglich). Aber inzwischen musste ich erfahren, der M4 kann das nicht. Unverständlich, dass ein Nachfolgegerät weniger kann als das alte... (wer macht den sowas...?) Den alten Octopus NW-Tuner wollte ich auch schon lange draußen haben, denn der ist ein extremer Stromfresser und heizt wie ein kleiner Ofen. Aber wie zu sehen, nicht mal das ist möglich. Wieder einmal sind etliche Stunden für nichts und wieder nichts drauf gegangen, nur um zu sehen, dass mein Bestreben, aktuelle "Gerätschaft" zu nutzen, diesmal voll in die Hosen ging... Und wie schon oben gesagt, es tut mir echt leid, dich da mit reingezogen zu haben. Vielen Dank für deinen Einsatz und deine Geduld mit mir. Mit besten Grüßen Heinz Edited 2 hours ago by Papillon Tippfehler Quote
Griga Posted 2 hours ago Posted 2 hours ago vor 4 Minuten schrieb Papillon: Die nächste Überlegung war dann eine Unikabellösung (wie im alten Octopus NW-Tuner möglich). Aber inzwischen musste ich erfahren, der M4 kann das nicht. Glaube ich nicht. Wo steht das? Meine M4 bietet jedenfalls in ihrem Webinterface die Unicable-Konfiguration an: Quote
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