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fritzmeier5

HDTV Aufnahmen mit Nero Recode bearbeiten

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fritzmeier5

HDTV Aufnahmen bearbeiten

 

 

Einleitung

 

Weshalb sollte ich überhaupt eine HDTV Aufnahme neu recodieren? Verschlechtert es nicht die Qualität? Ja, das macht es. Allerdings sind die Unterschiede kaum wahrnehmbar. Und was sind die Vorteile? Nun die Ergebnisdatei ist ca. 50-60% kleiner als die Ausgangsdatei. Also eine Aufnahme von ca. 13 GB ist danach nur noch 6 GB groß und eine 18 GB Datei nur noch 8 GB. Anders gesagt der Film passt auf einen DL-DVD-Rohling, die es bereits für ca. € 1,- zu kaufen gibt. Ein Blu-Ray-Rohling kostet dagegen immer noch ca. € 15,- und das ist nur die untere Preisgrenze. Der zweite Vorteil ist. Der Film läßt sich auch auf Standaloneplayern, wie der PS3 abspielen.

 

 

Software

 

Für die Bearbeitung ist die folgende Software immer notwendig:

Nero Vision 5.3.3.0

TsRemux 0.20

Nero Recode 3.1.2.0

 

Wer Werbung herausschneiden möchte, benötigt zusätzlich den H264_Cutter 111 und den AC3 Filter 1.46.

 

Wer einen Film mit 2 Audiodateien erstellen möchte benötigt zusätzlich Yamb

 

 

Reicht die Aufnahmequalität für die Bearbeitung aus? Qualitätscheck mit Nero Vision

 

Ob eine Bearbeitung überhaupt möglich ist, hängt stark von der Aufnahmequalität ab. Die Qualität kann mittels NeroVision einfach überprüft werden. Hierfür unter NeroVision auf „Film erstellen“ gehen und die original TS-Datei öffnen. Zeigt NeroVision den Film jetzt ohne „+-Zeichen“ an, dann ist ein Erfolg sehr sicher. Zeigt es hingegen vor dem Film + an. Dann wurde der Film bei der Aufnahme in mehere Segmente eingeteilt. Sprich es fehlen zu viele Pakete und Nero Recode wird sich bei der Bearbeitung wahrscheinlich aufhängen. Das kann, muss aber nicht sein. Ist der Hauptfilm noch in einem Segment, dann kann mit TsRemux der Bereich vor und hinter dem Film herausgeschnitten werden. Auch dann ist eine weitere Bearbeitung möglich. Ist hingegen der Hauptfilm zerschossen, wird es Nero Recode nicht packen. Für diese Fälle kann ein Versuch wie unten beschrieben mit NeroVision gemacht werden.

 

 

Den Hauptfilm für die Bearbeitung vorbereiten

 

NeroReocde ist selber nicht in Lage den Ton und das Bild bei der Bearbeitung ohne Vorbereitung synchron zu halten. Daher ist dieser Schritt zwingend.

 

Als erstes TsRemux starten und die Original TS-Datei öffnen. Die Videospr und die zu behaltene Audiospur auswählen. Jetzt auf m2ts klicken und darauf achten, dass sowohl „Bypass Audio Aligment“ und „Use I/O asynch“ aktiviert sind. Unter „Time Beginning“ und „Time End“ kann der Anfang und das Ende vom Film abgeschnitten werden. Ein Beispiel. Von einem 2 Stunden Film sollen die ersten 2 Minuten und die letzten 4 Minuten abgeschnitten werden. Hierfür unter Time Beginning 2 Minuten und unter Time End 4 Minuten angeben. Also nicht unter Time End 1:56:00 angeben. Jetzt noch das Zielverzeichnis und den Namen der Zieldatei festlegen. Auf die Endung mit m2ts achten.

 

Anmerkung: Leider ist NeroRecode in der aktuellen Version nicht in der Lage eine TS-Datei, die von TsRemux erstellt wurde zu bearbeiten. Der Umstand führt dazu, dass der Film von 25 Bildern pro Sekunde durch TsRemux in ca. 24 Bildern pro Sekunde durch die Ausgabe als m2ts geändert wird. Hier muss später unter NeroRecode wieder die alte Wiedergabe mit 25 Bildern erzwungen werden, da der Film sonst in Abhängigkeit vom benutzen Player und TV-Bildschirm nach der Bearbeitung mit Recode ruckeln kann.

 

 

Filme schneiden mit H264TS_Cutter

 

Wer aus Filmen Werbung herausschneiden möchte, hat einen Zwischenschritt zu gehen. Als erstes muss im vorherigen Schritt unter TsRemux als Ausgabedatei „TS“ aktiviert werden, da der H264_Cutter keine m2ts Dateien lesen kann. Als nächstes muss für den genauen Schnitt im H264_Cutter unter „Option“/“Settings“/“Advanced“ „ CutInFrameTyp“ und „CutOutFrameTyp“ „All-Frames“ ausgewählt werden. Nach der Bestätigung gibt es diverse Warnmeldungen. Diese mit „OK“ einfach ignorieren.

 

Jetzt kann der Film exakt geschnitten werden. Mit den Schaltfächen und der Zeitleiste kann direkt auf den einzelnen Frame gesprungen werden. Über Start und End wird der jeweilige für den Schnitt zu behaltene Teil des Films ausgesucht und über die Schaltfläche „Add“ wird er für den Schnitt hinzugefügt. Nachdem alle werbefreien Teile ausgewählt wurden, kann über „Cut“ der Film erstellt werden. Die vom H264_Cutter erstellte Datei kann von Nero Recode direkt gelesen werden. Eine nochmalige Bearbeitung mit TsRemux nach m2ts ist somit nicht erforderlich.

 

 

Nero Recode

 

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Film neu zu recodieren. Das Ausgangsmaterial ist zumeist in 1088i. Es liegt in der Qualität zwischen 720p und 1080p. Wobei 1080p die bessere Variante ist. Das 720p Bild ist ca. 15% geringer in der Auflösung als das Original 1088i Bild. Das 1080p Bild ist, wenn es von einer Blu-Ray, kommt erheblich besser. Allerdings kann die Umwandlung aus 1088i nach 1080p keine Verbesserung des Bildes bringen, sondern maximal die gleiche Qualität. Was allerdings praktisch nicht möglich ist, da wir ja das Bild neu recodieren und es dabei immer zu einer Verschlechterung der Qualität kommt. In meinen bisherigen Tests konnte ich persönlich auf einem 52 Zoll FullHD Bildschirm allerdings beim Anschauen keine Qualitätsunterschiede feststellen.

 

Es gibt einen deutlichen Unterschied in der Bearbeitungszeit. Unter XP SP2 mit einem Intel DuoCore 6600 benötigt der Rechner für die Recodierung von 2 Stunden Film in die 720p Auflösung ungefähr 8 Stunden. Für die Recodierung nach 1080p sind Zeiten von 24-28 Stunden realistisch. Wofür man sich entscheidet ist von den eigenen Ansprüchen abhängig. Im weiteren Verlauf werden beide Einstellungen aufgezeigt. Ich persönlich habe mich für die 720p Darstellung entschieden. Die Qualitätsunterschiede sind kaum wahrnehmbar und die Bearbeitungszeit ist erheblich kürzer.

 

Unter NeroRecode den Punkt „DVDs und Videos zu Nero Digital rekodieren“ auswählen. Über „Datei importieren“ die entsprechende mit TsRemux erstellte m2ts oder die mit H264_Cutter erstellte TS-Datei auswählen. Nero Recode analysiert jetzt den Film kurz. Als nächstes unter „Profilkategorie“ „Nero Digital“ und unter „Profil“ „Nerodigital AVC und unter „Kodiermethode“ „Hohe Qualität“ (2 Durchgänge)“ auswählen.

 

Als nächstes die Schaltfläche „Einstellungen“ öffnen und unter dem Reiter „Deinterlace“/„angepasstes Deinterlace“/“Deinterlace aktivieren“ auswählen. (Bitte nicht „Motion-Adaptive“ aktivieren. Die Auswahl führt zu einem Flimmern im fertigen Ergebnis.). Unter dem Reiter „Frame-Rate/“angepasste-Framerate“/“25“ auswählen. Die beiden Reiter „Bildränder“ und „Auflösung“ sind abhängig vom gewünschten Profil 720p oder 1080p.

 

Profil 720p

Unter „Bildränder“ auf Benutzerschnitt gehen. (Die automatische Einstellung führt zu schlechteren Ergebnissen. Jetzt können die Bildränder für links und rechts, sowie oben und unten angegeben werden. Für links und rechts einfach auf 0 gehen oder anders gesagt „nicht abschneiden“. Für oben und unten ist jetzt eine einfache Berechnung erforderlich. Was abgeschnitten wird, muss im Ergebnis nach der Dividierung durch 1,5 zu einer ganzen Zahl führen und diese Zahl muss durch 4 teilbar sein. Zwei Beispiele:

 

Der Film ist 1088 Zeilen hoch. Wenn jetzt oben und unten 4 Zeilen abgeschnitten werden, dann ist der Film noch 1080 Zeilen hoch. Geteilt durch 1,5 kommt 720 heraus, was das gewünschte Zielformat ist.

 

Ist es ein Cinemascope-Film, dann kann mehr abgeschnitten werden. Hierbei werden die schwarzen Balken oben und unten im Film entfernt. Das kann, muss aber nicht, bei Standaloneplayern zu Eierköpfen führen. Schlägt Nero Recode zum Beispiel vor oben 140 und unten 148 Zeilen abzuschneiden, dann sollte dieses angepasst werden.

 

Die Rechnung 1088-140-148=800 und 800/1,5=533,33 => Ziel verfehlt

Die angepasste Auflösung oben werden 144 und unten 152 Zeilen abgeschnitten.

Die Rechnung hier 1088-144-152=792 und 792/1,5=528

 

Die Einstellung lautet also links 0, oben 144, rechts 0 und unten 152.

 

Der nun folgende Schritt rechnet den Film nach 720p. Wir gehen auf den nächsten Reiter „Auflösung“ und dort auf „Eigenes anpassen“. Für die Breite geben wir 1280 an. Nero nimmt jetzt selbst für die Höhe 528, was wir oben ja schon vorberechnet haben. Für eine bessere Qualität bitte noch unter „Anpassungsmethode“/„Lanczos“ auswählen.

 

Profil 1080p

Die Berchnungen und Überlegungen für 1080p sind einfacher. Hier geben wir einfach unter „Bildränder“ unter Benutzerschnitt für links und rechts 0 an und wir schneiden oben und unten einfach die von Nero Recode vorgeschlagenen Zeilen ab. Also z.B. oben 140 und unten 148. Als Anpassung unter dem Reiter „Auflösung“ für die Breite 1920 festlegen, falls Recode es nicht schon selbst festgelegt hat.

 

Audiospur

Wir können unter „Audiospur“ noch festlegen, ob wir die Originalspur behalten wollen oder den Ton ins stärker komprimierte AAC-Format wandeln möchten. Im Standard wandelt NeroRecode nach AAC. Hierzu folgende Information. Im MP4-Container ist AC3 (Dolby Digital) nicht vorgesehen, sondern nur AAC. Trotzdem spielen die meisten Softwareplayer und z.B. die PS3 AC3 in einem MP4-Container ab. Die meisten Player können eine AAC-Datei, auch wenn sie 5.1 Tonspuren enthält, über SPDIF nur Stereo wiedergeben. Hier kann zwar über den AC3-Filter oder FFDSHOW am PC eine Dolby Digital Spur vorgetäuscht werden oder bei einem Standalone-Player über HDMI auch die 5.1 AAC Datei an den Verstärker übertragen werden, doch dürften die wenigsten heimischen Verstärker bereits die Fähigkeit mitbringen.

 

Videoqualität

Nero schlägt bereits eine eigene Videoqualität vor. Sie sollte eigentlich ausreichen. Trotzdem habe ich mir angewöhnt immer die Videoqualität mindestens 10% besser anzugeben, als Nero Recode vorschlägt. Also, wenn Nero sagt 6 Mbit/s sind ausreichend, dann wähle ich 6,6 Mbit/s etc. Es reduziert die Gefahr von Blöcken im Film erheblich. Ferner ist zu beachten, dass Recode für die vorgeschlagene Videoqualität davon ausgeht, dass schwarze Balken abgeschnitten werden. Ferner bedarf 1080p eine weiter höhere Videoqualität, um Blöcke zu vermeiden.

 

So wir sind fertig und müssen nach der Betätigung von „weiter“ nur noch das Ausgabeziel festlegen.

 

 

Eine weitere Audiospur zum fertigen Film muxen

 

Um weitere Tonspuren zu erstellen, wird Yamb benötigt. Voraussetzung hierfür ist, dass nur AAC Tonspuren erstellt werden. Nero Recode und NeroVision erkennen immer nur eine Tonspur im TS oder m2ts Container. Der Film muss also 2x mal mit TsRemux bzw. H264_Cutter mit der jeweils anderen Tonspur exportiert werden. Mit NeroRecode muss der Film dann auch 2x recodiert werden. Beide Male mit der AAC-Spur. Das Gute ist, im zweiten Durchlauf kann auf das Beschneiden verzichtet werden und als Auflösung eine sehr niedrige z.B. 30x16 gewählt werden. NeroRecode nimmt dann automatisch die noch kleinst möglich Auflösung zum Erstellen des Films. Es hat den Vorteil, dass die Recodierung mit der 2. Tonspur erheblich schneller geht (ca 1 Stunde je 90 Minuten Filmlänge).

 

Yamb ist an der Stelle selbsterklärend. Einfach nach dem Öffnen „Click to Create a MP4 ...“ auswählen. Über „Add“ beide erstellte MP4 Dateien hinzufügen und den Videofilm mit der sehr niedrigen Auflösung über „Delete“ wieder rauswerfen. Noch die Reihenfolge über „Up“ und „Down“ festlegen und das war es dann auch schon.

 

 

Bearbeitung von Problemfilmen, die den Qualitätscheck nicht bestanden haben

 

Problemfilme kann man Versuchen mit NeroVision zu retten. Auf „Film erstellen“ gehen und den Film laden. Jetzt die einzelnen Segmente zum Film hinzufügen. Wichtig, nicht den Film als Ganzes. Danach den Film exportieren. Ist es ein echter 16:9 Film, ohne schwarze Balken, kann gleich das Nero Digital AVC Format gewählt werden. Ansonsten empfiehlt es sich den Film erst einmal als MPEG 2 mit höchst möglicher Bitrate zu exportieren und den Film anschließend mit Nero Recode wieder zu bearbeiten. Achtung als MPEG2 ist die Zieldatei riesig. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich Nero Vision trotzdem aufhängt.

 

 

Alternativen vorhanden, zum Beispiel DivX Ultra?

 

Grundsätzlich Ja. Allerdings sollte hierbei bedacht werden, dass DivX das gegenüber dem Ausgangsmaterial, wie es der Fernsehsender liefert, qualitativ schlechtere Format ist. Es kann also nur eine dürftige Qualität beim runterrechnen auf eine DL-DVD herauskommen. Der einzige Grund, es dennoch zu probieren, ist das Vorhandensein eines DivX Ultra zertifizerten DVD-Players (gibt es für ca. 80 Euro).

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dgdg

Super Anleitung - danke.

 

Ich habe laut der Anleitung zwar im Moment anscheinend nicht die Rechenpower, um einen ganzen Film unter 48 Stunden zu recoden. :)

Aber die Anleitung zum Schneiden ist sehr hilfreich.

 

zum Archivieren:

 

Die sinnvollste Methode erscheint mir im Moment, einfach die TS-Files auf der Festplatte zu lassen. 750GB gibt es schon für etwas mehr als 100€. 2 Stück davon und man kann rund 50 HD-Filme archivieren inkl. Backup.

 

Gegen das Brennen spricht im Moment noch:

- Zeitaufwand

- Kosten für die Rohlinge

- Geringe Lebensdauer der gebrannten DVDs (nach 3 Jahre fallen die Dinger aus - bei Noname-Rohlingen noch viel früher)

- Stromverbrauch (der Rechner arbeitet beim Recoden 12-24h unter Volllast)

Edited by dgdg

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Derrick
Die sinnvollste Methode erscheint mir im Moment, einfach die TS-Files auf der Festplatte zu lassen.

..finde ich z.z. auch das beste. Wenn man die daten nach den anleitungen eindampft, sind sie für weitere, bessere methoden unbrauchbar. Oder man speichert beides :)

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fritzmeier5

Hallo,

 

das sind berechtigte Anmerkungen und klar deckt die Umwandlung nach MP4 nicht den Bedarf von jedem Anwender, doch ein paar Anmerkungen seien mir erlaubt.

 

1. aus der MP4-Datei lassen sich mit Nero Vision auch wieder Blu-Rays erzeugen

2. an Freunde eine Festplatte auszuleihen könnte ein wenig teuer werden, wenn man mehr als einen Freund/Freundin hat

3. Der Energieverbrauch für ca. 100 Recodierungen liegt bei ca. € 45,- auf einem normalen Rechner (ohne Hightech Gamerrechner mit super energiehungrigen Grafikkarten). Damit passen statt 50 also über 100 Filme auf eine 750 MB Festplatte. Oder anders gesagt man kann sich die ca. 120,- Euro für die 2. Festplatte sparen

4. Es lassen sich noch weitere Recodierungen nutzen, z.B. für Bekannte, die noch einen normalen PAL-Fernseher, aber schon einen DivX-Player oder eine PS3 besitzen. Der Film kann auch in eine Top PAL-Auflösung encodiert werden, die sich hinter keiner Kauf-DVD verstecken muss.

5. Der eine oder andere hat seinen PC-HDTV-Recorder nicht direkt mit seinem FullHD Fernseher verbunden, sondern das Ding steht ein paar Zimmer weiter und im Wohnzimmer steht ein Standalone-Player.

 

Beste Grüße

 

Fritz

Edited by fritzmeier5

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Derrick

..hmm, imho sind das alles milchmädchenrechnungen. Da beschweren sich die leute, dass es viel zu wenig HDTV gibt und dann noch mit zu geringer bandbreite. Aber die ist anscheinend einigen noch zu hoch. Warum dann nicht einfach von SDTV aufnehemen? Das angebot ist dort doch ungleich grösser. Entweder den gewünchten content oder was zum vorzeigen. Am besten natürlich beides. Aber nicht schlechte programme in minderer quali nach stundenlanger rechnerei, nach dem motto: das gucke ich doch alles auf'm handy ;)

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fritzmeier5

Hallo,

 

der Vergleich => fast keine wahrnehmbaren Unterschiede, orientiert sich nicht an den Marketingsprüchen von DivX, Xvid und Co. die eine DVD einstampfen.

 

Ich behaupte, dass ein normaler Betrachter beider Dateien im direkten Vergleich nicht in der Lage ist die original TS-Datei von der recodierten Aufnahme zu unterscheiden. Ich sitze vor 52 Zoll aus knapp 3 Metern Entfernung und selbst, wenn ich auf 2 Meter heranrücke schaffe ich es nicht.

 

Einige der Anwender, welche sich über die HDTV Qualität beschweren geht es um Blöcke, die in einigen ausgestrahlten Filmen auftauchen, als ob es sich um schlechte DivX-Kopien handeln würde. Was nutzt mir eine 1088i Bild mit vielen detailierten Blöcken?

 

Einige wäre auch gut geraten sich einmal die genutzte Software zum Abspielen ihrer Dateien genauer anzuschauen. Wer sich HDTV-Aufnahmen mit dem MPlayer oder dem VLC-Player anschaut ist selber schuld. Sie setzen beide auf den bescheidenen h264 Codec von ffdshow auf.

 

Wer der Meinung ist PowerDVD zu verwenden und grelle, unnatürliche Farben liebt ist damit gut beraten. Wer hingegen ein Bild sucht, dass dem "Kino" wenigstens ein wenig mehr gleicht, sollte sich den DVBViewer mit CoreAVC oder Nero Showtime ein wenig genauer anschauen.

 

Wer mit einer schlechten Hardwarebeschleunigung, wie es meine X1950XT bietet, meint, er müsste unbedingt die CPU entlasten, sollte es bei entsprechender CPU Rechenpower ruhig mal ohne Unterstützung der Grafikkarte probieren. Das Bild ist dann deutlich besser, auch wenn die CPU-Last mehr als 10% höher ist.

 

Und nicht zu vergessen der HDTV-Fernseher. Er trägt einen nicht geringen Anteil an der Bildqualität bei.

 

Beste Grüße

 

Fritz

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Mister_M

So, jetzt mal meine Anmerkungen zu diesem Thema ;) :

 

1. Die Dateien sollen nur auf einem Rechner bleiben/archiviert werden:

1.1 Die günstigste Alternative ist derzeit wirklich, die Dateien einfach auf der Festplatte bzw. einer externen zu speichern (diese können auch mit entsprechenden Programmen zur PS3 gestreamt werden).

 

2. Die Aufnahmen sollen auf einer PS3 oder einem Blu-Ray-Player (Stand Alone) abgespielt werden:

Hierfür reicht folgendes:

2.1 Werbung mit H264TS_Cutter rausschneiden

2.2 Film mit TSRemux in eine AVCHD (Blu-Ray Option) umwandeln. Hierbei wird das Ausgangsmaterial nicht neu kodiert, sodass es auch nicht zu einem eventuellen Qualitätsverlust kommen könnte. (Hier mal eine kleine Anmerkung: TSRemux wandelt die fps eigentlich nicht von 25 (PAL) in 24 Bilder/s um, da halt keine Neukodierung erfolgt)

2.3 Sollte die AVCHD bzw. schon die Aufnahme zu groß für z. B. einen DL-Rohling sein, hilft folgendes:

Zuerst mit TSRemux eine m2ts-Datei (m2ts Option) erstellen und diese dann mit dem Programm HDBDSplitGUI in passende "Scheibchen" aufteilen (als ideale Größe für DL-Rohlinge hat sich hier 8050-8100MB herausgestellt). Die aufgeteilten m2ts-Dateien nun wieder jeweils mit TSRemux in AVCHD (Blu-Ray Option) umwandeln (für jede Datei einen neuen Ordner anlegen).

2.4 Die mit TSRemux passend erstellten Ordner nun mit Nero Burning Rom oder ImgBurn im UDF-Format 2.50 (BD-RE) oder 2.60 (BD-R) auf eine (DL-) DVD brennen.

WICHTIG! Nur die jeweiligen BDMV und CERTIFICATE Ordner brennen (nicht den ganzen Überordner)!

 

Die gebrannten Scheiben lassen sich nun auf jedem Blu-Ray-Player und der PS3 ohne Qualitätsverlust abspielen. Und auch Programme, wie Nero ShowTime spielen schon seit Nero 7.5 AVCHDs ab. Außerdem läuft das ganze wesentlich schneller, da TSRemux einen 1,5 Stunden-Film auf meinem alten Rechner (Ahtlon 64 3500+, 1GB RAM) schon in ca. 1,5 Std. "umwandelt" und auf heutigen Rechnern sogar noch schneller.

 

3. Die Aufnahmen sollen (für Freunde) ins DVD-Format "gepresst" werden:

Einfach mit der TS-Aufnahme in Nero Vision 5 (NV 4 verarbeitet leider noch keine H.264-TS-Dateien) eine DVD erstellen. Das Umwandeln in MPEG2 geht auch mit NV 5 wesentlich schneller, als eine AVCHD zu erstellen.

 

 

Kleines Work-Around für Nero 7 Besitzer: Nero akzeptiert die m2ts-Dateien (auch in HD/H.264)! Also, die Dateien vorher mit TSRemux in m2ts remuxen und die Datei lässt sich nun auch mit Nero Vision 4 und Nero Recode 2 bearbeiten. (Funktioniert zumindest bei mir)

 

So, das war´s erstmal von mir! Tschö!

Edited by Mister_M

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fritzmeier5

Hallo Allerseits,

 

habe gerade mal getestet, wie die Qualität ist, wenn ein HDTV-Film auf eine Mini-Blu-Ray (also eine DL-DVD) Standardkonform ins Blu-Ray Format eingestampft wird. Technisch, um die Ecke, geht es mit Nero Vision 5 und Blu-Ray-Plugin. Das Ergebnis sieht jedoch eher dürftig aus. Besser als eine DVD. Es ist aber eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Ausgangsmaterial zu sehen.(Nero Recode mit Nero Digital ist nicht Standardkonform).

 

Ich probiere mal die wenigen Parameter aus, die Nero an der Stelle bietet, um zu sehen, ob das Bild damit besser wird. Augenblicklich ist es nur eine Notlösung, um einen Film auf einem Blu-Ray-Player ohne Wechsel der DVD anzuschauen. Allerdings würde ich hier wie Mister_M empfiehlt den Film doch eher auf 2 Rohlinge verteilen.

 

Noch eine kurze Anmerkung zu "eigentlich sollte TsRemux den Film bei 25 Bildern belassen" . Ja eigentlich, doch hat das Programm bei mir bei ein paar Filmen die Wiedergabe auf 24 Bilder gesetzt. Wieso? Vielleicht ein Bug?

 

Wer den Film einstampfen möchte (hier hat ja jeder die Wahl) und möglichst die Qualität erhalten will, sollte sich an Nero Recode oder an das Matroska-Format mit X264 halten. Ich meine es müsste mit AutoMKV und MeGui gehen.

Edited by fritzmeier5

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Mister_M

Das mit den 24 fps kann natürlich daran liegen, dass kommerzielle Blu-Ray-Filme auch in 24p auf der Scheibe vorliegen. Deshalb glaube ich nicht, dass es sich um einen Bug handelt.

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Derrick

Wenn nur umformatiert wird, können aus 25fps keine 24 werden. Entweder wird es falsch gekennzeichnet oder nicht richtig gelesen und einfach ein default wert genommen.

 

..beim lesen dieses threads könnte der eindruck enstehen, dass die professionellen provider schlechtere codecs als die amateure haben ;)

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fritzmeier5
Das mit den 24 fps kann natürlich daran liegen, dass kommerzielle Blu-Ray-Filme auch in 24p auf der Scheibe vorliegen.

 

Um einen Blu-Ray Film zu rippen bräuchte ich erst mal ein Blu-Ray Laufwerk und einen Blu-Ray-Film. Beides besitze und besaß ich nicht. Nein, es sind keine illegalen Raupkopien, sondern ganz normale HDTV-Aufzeichnungen. Ansonsten Danke für die Unterstellung ;) Und um gleich beim Thema zu bleiben. Ich besitze weder irgendeine verbotene Software zum erstellen von Raubkopien noch besitze ich eine illigale gerippte, gesaugte oder sonstwie besorgte Musik- oder Filmdatei auf meinem Rechner oder auf irgend einem ausgelagerten Speichermedium. Meine Softwareprogramme sind entweder wie OOo.org Freeware oder bezahlt, wie XP, DVBViewer, Omnipage, Nero, PowerDVD, FixFoto, Silverfast etc. Schwer zu glauben?

 

.beim lesen dieses threads könnte der eindruck enstehen, dass die professionellen provider schlechtere codecs als die amateure haben

 

Die Fragei ist eher, wie sie ihre Codecs einsetzen. Reizen sie die Möglichkeiten ihrer Encoder voll aus? Das würde ich verneinen, da auf die Leistungsfähigkeit der Decoder in den früher bereits ausgelieferten Empfangsgeräten Rücksicht genommen werden muss. Oder gibt es sonst einen Grund warum ARD und ZDF z.B. kein DVB-T2 mit HDTV einführen wollen? Oder warum kleben wir seit Jahren bei allen kommerziellen Produkten an MPEG2 (DVD) oder der der guten alten Audio-CD?

 

Beste Grüße

 

Fritz

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fritzmeier5

Hallo noch mal an Mister_M,

 

darf ich Dich kurz an Deinen eigenen Tread erinnern? Was wurde dort noch einmal empfohlen?

 

H.264-TS schneiden und rekodieren

 

Beste Grüße

 

Fritz

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Mister_M
Hallo noch mal an Mister_M,

 

darf ich Dich kurz an Deinen eigenen Tread erinnern? Was wurde dort noch einmal empfohlen?

 

Ja, das waren noch meine "Anfängerzeiten", in denen ich noch nicht soooo viel Ahnung von HDTV-Aufnahmen hatte. :blush: MP4 erstelle ich jetzt nur noch von Standardaufnahmen, wenn ich diese möglichst klein für Freunde per ICQ schicken möchte, für´s Handy Filme erstelle oder sonstiges. Qualitativ bleibe ich bei meiner oben beschriebenen Anleitung!

 

Nein, es sind keine illegalen Raupkopien, sondern ganz normale HDTV-Aufzeichnungen. Ansonsten Danke für die Unterstellung

 

Das sollte keine Unterstellung sein, sondern war eine reine Feststellung! Kauf-BDs werden generell in 24p kodiert! Das meinte ich damit... Worauf ich auch den Kommentar bezog bzgl. der Anzeige von 24 fps nach der Verwendung von TSRemux. Und dann immer gleich dieser "agressive" Unterton... ;) Ich hoffe, ich konnte das jetzt aus der Welt schaffen! Und nun zurück zum Topic! :)

 

Gruß

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Derrick
Oder gibt es sonst einen Grund warum ARD und ZDF z.B. kein DVB-T2 mit HDTV einführen wollen? Oder warum kleben wir seit Jahren bei allen kommerziellen Produkten an MPEG2 (DVD) oder der der guten alten Audio-CD?

hmm, abwegiger vergleich. Hier geht es nur um H.264/AVC und was man draus macht bzw. nicht draus macht. ;)

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dgdg
Ich besitze weder irgendeine verbotene Software zum erstellen von Raubkopien noch besitze ich eine illigale gerippte, gesaugte oder sonstwie besorgte Musik- oder Filmdatei auf meinem Rechner oder auf irgend einem ausgelagerten Speichermedium. Meine Softwareprogramme sind entweder wie OOo.org Freeware oder bezahlt, wie XP, DVBViewer, Omnipage, Nero, PowerDVD, FixFoto, Silverfast etc.

 

Da kann ich nicht mithalten. ;)

 

Schon alleine aus dem Grund, dass ich nicht nachprüfen kann, ob jede einzelne MP3-Datei, die ich von Bekannten bekommen habe, aus wirklich legalen Quelle stammen. Bei Kopien von Filmen bin ich immer dankbar für das Senderlogo. Dann weiß ich, dass sie nicht illegal von DVD gerippt wurden.

Edited by dgdg

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fritzmeier5

Hallo Allerseits,

 

um mal wieder zum Thema zu schwenken. Es gibt vom Blu-Ray Konsortium eine Spezifikation mit dem Namen AVREC, welche die Aufnahme von 2 Stunden HDTV aus DVB-S und DVB-T Quellen im Blu-Ray-Format auf eine DL-DVD ermöglichen soll. Aufgezeichnet wird angeblich on the fly aus MPEG2 heraus, was in Japan der Standard für HDTV sein soll. Als Codec kommt h264/AVC zum Einsatz. In Japan gibt es seit ein paar Tagen von Mitsubishi einen entsprechenden Recorder. Er ist zu bewundern unter DVR-BZ200 (Da die Seite auf Japanisch ist, mit Google Translate einfach übersetzen). Die Bitrate ist 5,7 Mbit/s für den AVC-Codec.

 

Das hat mich auf die Idee gebracht mal wieder durch die Hintertür zu denken. Nero Vision ist nicht in der Lage einen Film zu beschneiden oder in eine andere Auflösung als 1920x1080i oder 1440x1080i oder 720x576 im Blu-Ray-Format zu erstellen. Da ich aber aus ganz oben genannten Gründen 720p bevorzuge und MP4 nicht im Blu-Ray Standard vorkommt, habe ich probiert über Yamb die mit Nero Recode Dateien erzeugte MP4-Datei zu demuxen. Das hat funktioniert. Wobei Yamb der AC3 Spur die Endung *.sac3 gibt. Ich habe sie einfach in *.ac3 umbenannt. Die beiden gedemuxten Dateien habe ich dann mit tsMuxeR wieder zu einer Blu-Ray Disk auf die Festplatte als Blu-Ray gemuxt und das ganze mit Nero BurningROM auf eine DVD gebrannt. Als Ergebnis läßt sich bisher nur sagen, dass Nero Showtime die DVD abspielt. Alle anderen Programme am PC verweigern es die "Blu-Ray DVD" zu öffnen bzw. gar zu erkennen. Morgen werde ich mal probieren, ob ein normaler Standalone-Blu-Ray-Player die DVD im Blu-Ray-Format akzeptiert. (Das halte ich aber nicht für wahrscheinlich, da Nero Digital ja kein Standard-AVC ist.)

 

Gute Nacht

 

Fritz

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Mister_M

Blu-Ray-Format auf DVD? Ist normalerweise (bis auf ein paar wenige Spezifikationen) eine AVCHD. Welche andere Player-Software verwendest Du denn? PowerDVD? Es gibt nämlich derzeit nicht viele Programme, die schon AVCHD unterstützen.

 

Hast Du die DVD auch im passenden UDF-Format gebrannt? Das ist vor allem wichtig für die Erkennung in einem Stand Alone Blu-Ray-Player!

Eine DVD mit Blu-Ray-Inhalt sollte auf jeden Fall UDF 2.50 oder UDF 2.60 haben.

 

Und zu diesem speziellen Blu-Ray-Format aus Japan: Schauen wir mal, ob sich das durchsetzt... Wenn ja, wird das Format zu einem Standard erklärt und früher oder später auch hier eingeführt. Also, abwarten und Tee schlürfen! ;)

 

Gruß

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fritzmeier5

Hi,

 

neben Nero Showtime hatte ich es mit der PowerDVD Version von meiner TV-Karte versucht. Es ist die 7er-Version mit H.264 Paket. Die UDF-DVD (Version2.5) wird ebenfalls von Windows XP SP2 nicht erkannt und der Explorer behauptet das DVD-Laufwerk sei leer. So dass das Abspielen der auf der DVD liegenden m2ts Datei auch mit dem DVBViewer nicht möglich ist. Nero BurningROM schlägt beim Brennen zur Behebung der Schwäche von XP vor das Programm InCD aus dem Nero-Paket zu installieren.

 

War gerade im Saturn und habe ein paar Blu-Ray-Player ausprobiert. Das Ergebnis ist durchwachsen. Ich hatte 2 erstellte Filme mit. Einmal 720p mit dem AVC Main-Profile (wie oben ind er Anleitung beschrieben) und einmal habe ich einen Film in 1080p im Highprofil gewandelt. Das Highprofil erreicht man, indem man bei den Einstellungen in Nero Recode unter Encoder die Option 8x8 aktiviert. Die Option ermöglicht den Erhalt einer besseren Bildqualität oder anders gesagt bei gleicher Qualität eine stärkere Komprimierung des Films. Es gibt auch ein 1080p Main-Profil ohne die Option (nachzulesen auch im Wiki). Panasonic und Philips haben den Film im Mainprofil sauber auf dem LCD-TV angezeigt. Die beiden ausgestelten Sony-Player haben gestreikt. Der Film im Highprofil hatte alle Blu-Ray-Player überfordert.

 

Alle Blu-Ray-Player zeigten übrigens eine deutlich schlechtere Bildqulität auf dem Samsung LCD-TV als ich es mit dem HTPC und meinem Sharp-Fernseher erreiche. Liegt das jetzt an den Blu-Ray-Playern oder am Samsung-Gerät? Die Verkäufer und die mich beobachtenden Kunden waren von der Blu-Ray-Qualität meiner 720p-DVD massiv beeindruckt.

 

Ferner ist bei dem ganzen Przoess noch zu berücksichtigen, dass die MP4 Datei in der Größe von der später gebrannte "Blu-Ray" abweicht. Nach welchem Muser das erfolgt ist mir noch nicht klar. Ein "Blu-Ray"-Film war ca. 20% kleiner als die MP4-Datei, der andere 10% größer. Letzteres hatte ich eigentlich erwartet.

 

Beste Grüße

 

Fritz

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Mister_M
Hi,

 

neben Nero Showtime hatte ich es mit der PowerDVD Version von meiner TV-Karte versucht. Es ist die 7er-Version mit H.264 Paket. Die UDF-DVD (Version2.5) wird ebenfalls von Windows XP SP2 nicht erkannt und der Explorer behauptet das DVD-Laufwerk sei leer. So dass das Abspielen der auf der DVD liegenden m2ts Datei auch mit dem DVBViewer nicht möglich ist. Nero BurningROM schlägt beim Brennen zur Behebung der Schwäche von XP vor das Programm InCD aus dem Nero-Paket zu installieren.

 

Da die UDF-Formate 2.5 und 2.6 nicht Windows XP - konform sind, werden diese Datenträger nicht erkannt. Deshalb brauchst Du InCD, welches die Datenträger mountet und für´s System somit sichtbar macht. Oder Du benutzt den Iso-Buster und ziehst die Daten wieder auf Festplatte.

 

Alle Blu-Ray-Player zeigten übrigens eine deutlich schlechtere Bildqulität auf dem Samsung LCD-TV als ich es mit dem HTPC und meinem Sharp-Fernseher erreiche. Liegt das jetzt an den Blu-Ray-Playern oder am Samsung-Gerät? Die Verkäufer und die mich beobachtenden Kunden waren von der Blu-Ray-Qualität meiner 720p-DVD massiv beeindruckt.

 

Das "Problem" liegt darin, wie die Player die Signale der Quelle verarbeiten! Und natürlich kommt es auch auf die Verarbeitungskünste des LCD-Panels selbst an. Also lässt sich diese Aussage nicht so ohne weiteres verallgemeinern. Also auf meinem Samsung LE40F86BD sehen meine HDTV-Aufnahmen astrein aus (sowohl 720p von EinsFestival als auch 1080i von Anixe HD und Astra HD+).

 

Ach ja, die gleiche Aufnahme kann (muss aber nicht unbedingt) auf einer DVD in 720p wesentlicher besser aussehen als in ihrer nativen Auflösung von 1080i, einen entsprechenden Encoder vorausgesetzt. Dies liegt daran, dass durch die wesentlich höhere Komplexität des Bildinhalts in Full HD bei gleichem Speicherplatz wie eine 720p-Datei die Bitrate extrem niedriger ausfallen muss, um die Daten auf den gleichen Speicherbedarf zu bekommen!

 

Des weiteren musst Du aufpassen, dass wenn Du in Nero Recode bei z. B. einer 1080i/1080p Aufnahme die Bitrate mit dem Schieberegler verringerst (oder diese durch automatische Anpassung selbst heruntergeregelt wird), sich auch die Auflösung des Bildes verringert, wenn Du dieses vorher im Video-Einstellungs-Fenster nicht auf manuell gestellt hast.

 

So kann es nämlich passieren, dass z. B. aus einer Auflösung von 1920x1080 nach der Herunterregelung der Bitrate nur noch eine Auflösung von 852x480 (natürlich ein Extremfall, soll nur als Bsp. dienen) aufweist. Wodurch natürlich die Bildqualität einbüßt.

 

Diese büßt aber auch ein, wenn man die Auflösung manuell auf 1920x1080 setzt und Bitrate reduziert. Es kann dadurch, je nachdem wie niedrig die Bitrate ist, zu extremer Blockbildung kommen, wodurch das Bild dann wiederum auch unansehnlich wird.

 

Diese Aspekte müssen natürlich auch erst alle mal berücksichtigt werden.

 

Gruß

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fritzmeier5

Hallo Mister_M,

 

Danke erst mal für die Infos zum UDF Format.

 

Ich vergleiche schon Äpfel mit Äpfeln. Meine Feststellung zur Bildqualität bezog sich auf die Wiedergabe der Blu-Ray-DVD am PC mit Nero Showtime gegenüber dem Abpsielen dieser Blu-Ray-DVD am LDC-TV mit dem Standalone-Blu-Ray-Player im Geschäft. Es ist kein Vergleich gewesen zwichen der orignal HDTV Aufnahme im TS Container mit der daraus recordierten Blu-Ray-DVD.

 

Die Problematik, mit der sich ändernden Auflösung, ist mir bekannt. Weshalb ich versucht hatte oben in der Anleitung darauf hinzuweisen, dass die automatische Anpassung der Auflösung zu deaktivieren und die Auflöaung manuell vorzugeben ist. Scheinbar habe ich mich dort nicht verständlich genug ausgedrückt.

 

Also 1080i ist kein FullHD, da fehlen die Hälfte der Bildinformationen. Der Vergleich hier ist beim HDTV 1080i mit 62.208.000 Pixel und 720p mit 55.296.000 in der Sekunde. Das 720p Bild ist schlechter, wenn die vollen Bildinformationen gesendet werden würden und nicht ein komprimiertes Format, was AVC ja ist. Und klar hast Du recht, wenn der Fernsehsender oder der Nero Recode Anwender die Bitrate zu niedrig wählt, dann tretten im 1080i Bild eher Blöcke auf. Hierzu gab es übrigens mal einen umfangreicheren Test vom ZDF. Dort fanden die Probanden das 720p Bild, obwohl es stärker weichzeichet, angenehmer, weil es weniger Blöcke hatte. Um diese Blockbildung zu vermeiden gibt es bei Recode auch Möglichkeiten. Zuerst rechne ich deswegen ein 720p Bild aus. Die Alternativen das Bild auf 1080p (2x mehr Pixel als 1080i aus der Quelle) aufzuskalieren bietet erheblich mehr Gefahr der Blockbildung. Die nächste Massnahme ist die VBR-Codierung im 2-Pass Verfahren, um auch an den Stellen, wo mehr Bildinformationen benötigt werden, diese zu erhalten. Ferner, die Bitrate höher anzusetzen als es Nero Recode selber vorschlägt. Ferner kann mit in Enkodierer Einstellungen unter Deblocking statt des Standardwertes von -2 mit -3 oder -4 Nero Recode angewiesen werden mehr Bildinformationen an den Stellen zu verwenden in denen sonst Blöcke am wahrscheinlichsten sind. Das führt im Umkehrschluss allerdings dazu, dass der Film insgesamt einen leichten Weichzeichnungseffekt bekommen kann.

 

Es würde mich mal interessieren, wie groß die Bitrate von EinsFestival, Anixe HD und Astra HD+ in der Praxis ist? Da die Filme ja in VBR gesendet werden dürften ist das wohl schwer festzustellen. Daher mal die Frage, wie groß ist ein 2 Stunden Film auf der Festplatte, der im 16:9 Format ohne schwarze Balken (also kein Cinemascope) gesendet wird, nachdem die Werbung herausgeschnitten wurde? Und für den besseren Vergleich mit Premiere HD auch, wieviele und in welchem Codec die Tospuren sind.

 

Wie lange nutzt Du bereits Nero Recode? Mich persönlich freut es jedenfalls festzustellen, dass es noch jemanden gibt der nicht auf DivX macht ;-) Ich selbst nutze es seit der ersten Version, oder anders gesagt seit ein nicht ganz unbekannter Entwickler von einem heute verbotenen Tool bei Nero angefangen hat. Im Augenblick frage ich mich, ob uns die nicht so erfahrenen Nero Recode Anwender noch folgen können?

 

Eine andere Frage, wie schätzt Du die Übernahme von Mainconcept durch DivX und den damit verbundenen Wechsel vom bisherigen Mainconcept Chef auf den Posten des DivX Entwicklungschefs ein? DivX hat ja bisher keinen AVC Code. Mainconcept hat ja einige Kontakte zu den ganz großen a la Sony. DivX seinen properitäten Container *.divx. Ich befürchte, dass es später mehr Blu-Ray-Player geben wird, die den DivX Container mit einem Mainconzept AVC unterstützen werden als den offenen Industriestandard mp4 an dem sich Nero weitestgehend hält.

 

Beste Grüße

 

Fritz

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Derrick
Es würde mich mal interessieren, wie groß die Bitrate von EinsFestival, Anixe HD und Astra HD+ in der Praxis ist? Da die Filme ja in VBR gesendet werden dürften ist das wohl schwer festzustellen. Daher mal die Frage, wie groß ist ein 2 Stunden Film auf der Festplatte, der im 16:9 Format ohne schwarze Balken (also kein Cinemascope) gesendet wird, nachdem die Werbung herausgeschnitten wurde? Und für den besseren Vergleich mit Premiere HD auch, wieviele und in welchem Codec die Tospuren sind.
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..eigentlich hatte ich schon abgehakt, aber wenn ich lese, dass selbst diese simplen, allseits überreichlich beschriebenen dinge anscheinend unbekannt sind, kann man dem rest wahrscheinlich auch wenig vertrauen schenken. ;)

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Mister_M
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..eigentlich hatte ich schon abgehakt, aber wenn ich lese, dass selbst diese simplen, allseits überreichlich beschriebenen dinge anscheinend unbekannt sind, kann man dem rest wahrscheinlich auch wenig vertrauen schenken. ;)

 

:wacko: Hier trotzdem nochmal die Infos zu den Kanälen (ohne Premiere HD):

 

EinsFestival HD (Sender nicht mehr aktiv): ca. 9-12,5 MBit/s, 1280x720 (Vollbild, also 720p), Audio: MPEG (2.0 mit 192 kBit/s), AC3 (entweder 2.0 mit 256 kBit/s oder 5.1 mit 448 kBit/s)

Anixe HD: ca. 16-21 MBit/s, 1920x1080 (Zeilensprung, also 1080i), Audio: AC3 (2.0 mit 256 kBit/s oder 5.1 mit 448 kBit/s)

Astra HD+: ca. 7-15 MBit/s, 1920x1080 (wechselt zw. Zeilensprung/Vollbild), Audio: AC3 (2.0 mit 256 kBit/s oder 5.1 mit 448 kBit/s)

 

Ich hab derzeit nur die "Planet Erde"-Dokus à 45 Min. von EinsFestival HD bei mir auf der Platte, welche jeweils zwischen 3,6 und 3,8 GB belegen.

Ich meine aber, dass die Astra HD Schleife (ca. 22 Min) bei mir damals irgendwas um 2,... GB belegt hat.

 

1080i ist nicht wirklich die Hälfte von 1080p, sondern hat eine Auflösung von 1440x1080 Bildpunkten, die von den meisten Fernsehern korrekt in Vollbild umgerechnet, also progressiv wiedergegeben werden (Du wirst auch feststellen, dass Nero ShowTime Dir sowas bei 1080i im OSD anzeigt "1920x1088 (Zeilensprungverfahren)"). Außerdem senden meiner Meinung nach derzeit alle FTA-HDTV-Sender (bis auf die paar Sequenzen bei Astra HD+) generell in 1080i (kann mich aber auch irren).

 

Tschö! :(

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Derrick
1080i ist nicht wirklich die Hälfte von 1080p, sondern hat eine Auflösung von 1440x1080 Bildpunkten

Ich glaub, du bist hier einem irrtum unterlegen, weil du vielleicht aus definitionen von videoformaten für kameras zitierst :wacko:

 

Bei DVB sind es für high level profile max. 1920 luminanz samples pro zeile mit 1080 zeilen. Ob 25Hz oder 30Hz systeme, p ist das doppelte von i. Es gilt allerdings die einschränkungvon max. 62 668 800 luminanz samples/s. Die grenze würde bei 1080p überschritten. Deshalb gibt es nur 720p (1280x720x50). Findet man in der ETSI TS 101 154. Es kann sich in der zwischenzeit natürlich was geändert haben, da diese standards von mpeg2 ausgehen.

 

1440*1080 wird z.b. von der BBC als auflösung verwendet. Dafür gibt es auch argumente, aber das wäre wieder ein anderes thema ;)

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Mister_M

Vielen Dank für die Info! Man lernt doch immernoch wieder was dazu! :( Ja, hab mich irrtümlicherweise auch an die AVCHD-Spezifikationen erinnert! Danke für die Korrektur.

 

Aber dennoch werden 1080i sowie 1080p offiziell als Full HD angesehen! ;) Aber sowas is ja auch immer Auffassungssache! ;)

 

Ja ja, Formate-Wirrwarr! HERRLICH! :wacko:

 

Zu "MP4 vs. DivX": Da MP4 mittlerweile fester Standard geworden ist (sogar in den Blu-Ray-Spezifikationen), und auch in immer mehr Endverbraucher-Geräte implementiert wird, glaube ich nicht, dass DivX mit seinem neuen Container-Format (*.divx wurde ursprünglich eigens für DivX Ultra eingeführt) MP4 verdrängt. Eher glaube ich, dass beide Standards auf kurz oder lang nebeneinander auf Playern integriert werden.

 

MP4 hatte viel eher die neuen Formate, wie H.264 und AAC, implementiert. Das muss DivX jetzt erstmal aufholen. Außerdem hält DivX auf Endgeräten derzeit noch an seinem "Home Theater" Profil (max. 720x576 PAL bzw. 720x480 NTSC) fest.

 

Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

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Derrick
Aber dennoch werden 1080i sowie 1080p offiziell als Full HD angesehen!

..wieso dennoch? Full HD ist imho zunächst hauptsächlich ein reklamemerkmal der hersteller für displays mit einer nativen auflösung von 1920x1080. Die bildrate und ob interlaced oder progressiv kommt natürlich noch hinzu, wobei dort auch was anderes als DVB an die eingänge gelegt werden kann z.b. mit 24fps.

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fritzmeier5

Hallo,

 

Nero Showtime zeigt bei Premiere HD 1920x1088 Progressiv und nicht Zeilensprung an. Es gibt hier auch im Forum einen Beitrag darüber warum das so ist. Leider finde ich ihn nicht wieder ;) Aus dem Umstand der Interpretation von Nero ergibt sich auch, warum in der Anleitung oben bei den Nero Recode Einstellungen manuell die Einstellung Deinterlacing vorgenommen wird. Nero Recode deinterlaced Premiere HD sonst nicht.

 

Abweichend zu der obigen Anleitung ergibt sich damit für die Recodierung von 720p Material, dass diese Option "Deinterlacing" nicht aktiviert werden sollte.

 

Wer den original TS-Film nur mal gelegentlich auf 2 DVDs verteilen möchte, sollte einmal einen Blick auf den tsMuxerGUI werfen. Er splittet und demuxt in wenigen Minuten (<10) aus einem 15 GB-File 2 Blu-Ray-Ordner auf den Rechner (automatisches Splitting einstellbar), die wie von Mister_M oben beschrieben als DVD UDF 2.5 auf DVD gebrannt werden können.

 

Ansonsten schaue ich mir noch gerde noch einmal die Container MP4 und TS an. Hier wäre ich über Input von Derrick recht dankbar, da er den TS-Container wahrscheinlich auswendig kennt. Meine Überlegung an der Stelle ist, dass MP4 ja offiziell kein AC3 unterstützt und auch der DVBViewer seine Schwierigkeiten hat den MP4 Container abzuspielen. Den AC3 5.1 Ton würde ich gerne behalten. Auf der anderen Seite sendet Premiere HD den AC3 2.0 Ton immer mit 448 Kbit/s und er könnte genauso gut in AAC 128 Kbit/s reduziert werden. Das geht mit Nero BurningROM separat ziemlich flott. Also meine Frage an der Stelle, ist ein TS-File mit AC3 5.1 und AAC (2 Channel) Ton noch Standardkonform und kann der DVBViewer das abspielen? Das AAC grundsätzlich geht ist mir klar, da AAC ja auch im Directshow Filter selektiert werden kann. Aber ist der Mix AAC und AC3 erlaubt?

 

Die Überlegung beim Vorgehen ist dann nach dem remuxen und schneiden des original TS-Films die h264 und die beiden AC3 Tonspuren zu demuxen, den h264 alleine in einen TS Container packen und mit Nero Recode zu recodieren, danach den neuen Film aus dem MP4 Container mit Yamb wieder zu demuxen. Die AC3 2.0 Spur mit Nero BurningROM nach AAC zu konvertieren und dann mit tsMuxerGUI den recodierten h264-Film, die AC3 5.1 und die AAC 2.0 Spur in einen TS Container zu packen. Der Vorteil wäre, dass der DVBViewer mit dem TS Container besser umgehen kann als mit dem MP4 Container und dass man im Bedarfsfall aus dem TS-Container mit tsMuxerGUI ruckzug eine Blu-Ray machen könnte. (Letzteres allerdings ohne die AAC-Spur).

 

Beste Grüße

 

Fritz

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Derrick

Da kann ich im prinzip kurz bleiben.. H.264/AVC, was über DVB reinkommt, würde ich als TS belassen. Grobe schnittmöglichkeiten wären natürlich wünschenswert. Mit mpeg2 1080i habe ich damals auch experimentiert. Ein paar der Pro7 filme habe ich nach dem schneiden und demuxen als xvid 1280x720 kodiert. Danach video und original ac3 als avi gemuxt. War gar nicht schlecht ;)

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Mister_M

Noch eine kleine Sache zum tsMuxer. Super Proggi, allerdings kommt er derzeit noch nicht mit Files in 720p klar. Die Aufnahmen von EinFestival HD z. B. können im tsMuxer zwar eingelesen werden aber die Videospur wird nicht erkannt. Da hilft dann wirklich nur der Umweg über tsRemux und den HDBDSplitGUI, wie oben beschrieben. Wer Daten zusammenfügen will, kann übrigens auch den ts-Splitter benutzen (wenn tsMuxer nicht funktionieren sollte), er beherrscht mittlerweile auch H.264-TS-Files.

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fritzmeier5
Da MP4 mittlerweile fester Standard geworden ist (sogar in den Blu-Ray-Spezifikationen)

 

Laut den Produktbeschreibungen der Blu-Ray-Player von Samsung, Sony und Panasonic wird MP4 noch nicht abgespielt und auch kein AAC unterstützt. Gestern habe ich deswegen auch einmal bei Samsung angerufen und wurde an eine "Experten" aus dem Endkundensupport für Blu-Ray-Player verwiesen. Seine Antwort war kurz und knapp: "Was sind MP4 und AAC? Nein, steht bei unseren Playern nicht bei den Spezifikationen und damit können wir es nicht." Was nützt eine Spezifikation, die nicht implementiert wird? MP4 git es ja auch nicht erst seit gestern. Es setzt sich bisher nur auf den portablen Abspielgeräten durch.

 

Beste Grüße

 

Fritz

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Mister_M

Beim Endkunden-Support musst Du immer vorsichtig sein... Die haben da meistens Mitarbeiter aus Call-Centern, die eine kurze Einweisung bekommen, und das war´s dann. Die haben teilweise noch weniger Ahnung als der Endverbraucher... Ist mir leider auch schon öfter passiert! Wenn Dich die Mitarbeiter von Sony das gleiche fragen, würd ich mir aber Gedanken machen! Die müssen nämlich durch die Unterstützung der PS3 wissen, was MP4 und AAC ist! ;) Trotzdem hast Du Recht mit der MP4-Unterstützung auf BD-Playern... Allerdings musst Du auch mal schauen, wie groß die Vielfalt der angebotenen Player auf dem Markt ist! Steckt ja immernoch irgendwie in Kinderschuhen, das Ganze! Die Hoffnung stirbt zuletzt! :wacko:

 

DivX muss erstmal vernünftig den H.264-Codec von MainConcept integrieren, das geht ja auch nicht von jetzt auf gleich! Ich bin halt Optimist! Einen Vorteil hat DivX Ultra derzeit natürlich, und zwar die Unterstützung für integrierte Menüs, mehrere Audio- und Untertitelspuren als z. B. derzeit Nero Digital. Das sollte die Nero AG nicht verpennen, sonst wird´s wieder mal knapp!

 

Gruß

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fritzmeier5

Hallo,

 

mal zur Info die Durchschnittsbitrates der verschiedenen Deutschen HD Sender für die vergangenen Tage und Monate:

 

Linowsat

 

Jetzt ist mir auch klar warum ich das Bild auf Discovery HD immer als qualitativ besser empfinde.

 

 

BG

 

Fritz

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fritzmeier5

Hallo,

 

um es kurz zu machen aac und ac3 im TS-Container gemeinsam zum laufen zu bringen funktioniert nicht. Selbst die Erstellung mit 2. Dolby Digitalspuren ist nicht simpel. Der Film muss 2 x mit unterschiedlicher Tonspur mit TsRemux remuxt werden und er muss auch 2 mal mit Nero Recode neu recodet werden. (Hierbei tritt eventuell auch ein Versatz der 2. Tonspur auf, der später korrigiert werden muss, wenn er zu groß wird. Im Test waren es aber nur 2 Tausendstel Sekunden. Das zeigt Nero Recode bereits beim recoden an für die Länge der Zieldatei an.) Dann beide neuen mp4-Files mit Yamb demuxen und mit TsMuxerGUI wieder in eine TS Datei muxen. Übrigens geht die Recodierung der 2. MP4 Datei erheblich schneller, da hier auf 1-Pass gegangen und bei der Auflösung einfach die niedrigst möglcih 96:x genommen werden kann. Das geht dann recht flott.

 

Alternativ geht es übrigens auch mit NeroVision in der neusten Version, allerdings macht Nero Vision entweder aus allen Tonspuren AAC 5.1 oder Dolby Digital 5.1. Selbst dann,wenn eine Tonspur vorher nur Dolby Digital 2.0 war.

 

Das ist ziemlich viel Aufwand. Mein Fazit, wer mit Nero Recode die TS-Datei verkleinern möchte, sollte bereit sein auf die 2. Tonspur zu verzichten. Wer später möchte, dass der DVBViewer und Blu-Ray-Player (nach dem erstellen der Blu-Ray mit TsMuxerGUI) den Film abspielen, der sollte die Sandard Encoder Einstellungen von Nero Recode nicht ändern. Das gilt nicht für die Auflösung, das Deinterlacing und die Zielframerate. Das muss wiederum angepasst werden, wie oben in der Anleitung beschrieben.

 

Beste Grüße

 

Fritz

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Derrick

..warum willst nach all der koderei eigentlich wieder ts ? AAC hat man doch auch nicht (bis auf terrestrisches sdtv in skandinavien). Lass die ac3 spur unverändert. Die kriegst du z.b. durch demuxen mit p.x (h.264 video leider (noch) nicht). Zusammen mit mpeg4 video kannst du es z.b. in avi container muxen.

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Mister_M
Alternativ geht es übrigens auch mit NeroVision in der neusten Version, allerdings macht Nero Vision entweder aus allen Tonspuren AAC 5.1 oder Dolby Digital 5.1. Selbst dann,wenn eine Tonspur vorher nur Dolby Digital 2.0 war.

 

Hab jetzt nicht die neueste Nero-Version hier... Aber bei NeroVision 4 gab es unter den Videooptionen in den Audioeinstellungen auch die Option "Automatisch", woraufhin Nero je nach Quelle die Tonspuren entweder in 2.0 oder 5.1 kodiert hat.

 

Fehlt diese Option bei NV 5?

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fritzmeier5
..warum willst nach all der koderei eigentlich wieder ts ?

 

Die beiden Ausgangsspuren von Premiere HD sind:

deutsche Spur 1 => AC3 5.1 mit 448Kbit/s => sollte unverändert bleiben

englische Spur 2 => AC3 2.0 mit 448 Kbit/s => nach AAC 2.0 128 Kbit/s gewandelt werden (spart ca. 250 MB an Dateigröße pro Film)

 

Nero Recode und Vision erkennt aus einem TS oder m2ts-Container nur die 1. Tonspur.

 

Die deutsche AC3-Spur lasse ich schon unverändert bestehen. Sie wird aber von Nero Recode anders gekennzeichnet und erhält beim demuxen der MP4-Datei die Endung sac3. Damit kann bis auf TsMuxerGUI (nach Änderung des Dateinamens in ac3) kein anderes Programm etwas anfangen. Selbst die Nero eigenen Applikationen wie Nero Wave verweigern die Akzeptanz der Tonspur.

 

Und warum jetzt TS?

- weil nicht jeder Softwareplayer die *.sac3 Tonspur bei der Wiedergabe rendern kann. Vor allem dann nicht, wenn auf dem Zielsystem Nero nicht installiert ist. Das Standalone-Player für MP4 bei zukünftigen Entwicklungen die MP4 Datei mit sac3-Tonspur abspielen, halte ich für nicht sicher.

- Also muss für Standalone-Player ein anderes Format her, dass nach Möglichkeit auf vielen Geräten abspielbar ist => Blu-Ray-Format auf einem DVD-Rohling. Weil aus dem MP4 Container direkt keine Mini-Blu-Ray-DVD mit tsRemux oder TsMuxerGUI erstellt werden kann, sondern nur aus dem TS oder einen m2ts Container, fällt die Wahl auf TS

- weil ich die (mittlerweile aufgegebene) Hoffnung hatte, die beide Tonspuren in einen Container zu stecken. Eine AC3 5.1 und eine AAC 2.0 => Das geht unter MP4 nur sauber mit Nero Recode beim erstellen der Datei. Nero erkennt aber aus der original TV-Aufnahme nur 1 Tonspur.

- avi als Container scheidet schon deswegen aus, da der AVI Container bei AVC B-Frames nicht vollständig unterstützt.

- bliebe noch Matroska und hier gibt es auch keinen einfachen Weg den Ton synchron zu halten oder daraus eine Blu-Ray-DVD zu machen

 

Nochmals zum Hintergrund meine Überlegung bzgl. Stand-Alone-Player:

MP4 mit 720p oder 1080p Unterstützung => kein einziger am Markt. Da MP4 ja 5.1 AAC einschließt und Verstärker das Format selbst nicht bearbeiten können, muss der Player es also erledigen. Da es nur einen funktionierenden AAC 5.1 Codecanbieter gibt (und zwar Nero) müssten die Hardwarehersteller diesen lizensieren.

Blu-Ray auf DVD gibt es mit AVREC in Japan bereits => wie ich ja oben schon geschrieben habe, spielen auch ein paar Blu-Ray-Player die selbstgebrannten Rohlinge bereits heute ab.

 

 

 

Hab jetzt nicht die neueste Nero-Version hier... Aber bei NeroVision 4 gab es unter den Videooptionen in den Audioeinstellungen auch die Option "Automatisch", woraufhin Nero je nach Quelle die Tonspuren entweder in 2.0 oder 5.1 kodiert hat.

 

Hast Recht, geht. Allerdings wandelt Nero Vision bei mir die beiden Spuren dann entweder nur nach AAC und nur nach Dolby Digital (also es endcodet AC3 neu). Der AC3 Ton verliert dabei deutlich an Qualität.

 

 

 

Habe heute noch versucht mit gsdemux aus dem Haali Media Splitter Paket die aus tsremux erstellte TS-Datei in einen anderen Container zu packen (asf, mov, mkv). Das klappt ebenfalls nicht. Nero Recode akzeptiert die Dateien nicht und hängt sich auf. Während der DVBViewer und Nero Showtime die Formate einwandfrei öffnen und beide Tonspuren erkennen. Ziel der Übung war es ein Containerformat zu finden, bei dem Recode beide Tonspuren direkt erkennt. Damit ließe sich MP4 mit einer AC3 und einer AAC Tonspur in einem Durchlauf erstellen und der Ton wäre auch synchron.

 

Beste Grüße

 

Fritz

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Mister_M
Nero Recode und Vision erkennt aus einem TS oder m2ts-Container nur die 1. Tonspur.

Du kannst in Nero Vision, wenn Du die ts- oder m2ts-Datei bearbeitest, unten im Fenster den Videotrack doppelt anklicken. Nun erscheint ein Fenster, in dem Du den gewünschten Track auswählen kannst (beide geht leider nicht, zumindest nicht bei NV 4).

 

Bei Nero Recode 3 kannst Du die Tracks normalerweise auswählen, wenn Du in den Optionen die klassischen Profile aktivierst (aber eigentlich sollten auch so beide Spuren erkannt werden).

 

Hast Recht, geht. Allerdings wandelt Nero Vision bei mir die beiden Spuren dann entweder nur nach AAC und nur nach Dolby Digital (also es endcodet AC3 neu). Der AC3 Ton verliert dabei deutlich an Qualität.

Versuch mal, in den Videooptionen das Nero Smart Encoding entweder auf "Automatisch" oder "Aktiviert" zu stellen. Dann dürfte die Audiospur eigentlich nicht neu kodiert werden.

 

Gruß

Edited by Mister_M

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fritzmeier5

Hallo Mister_M,

 

erst mal vielen Dank für die Unterstützung. Ein paar gute Ideen, die ich gerne ausprobiert habe, leider zu meinem Bedauern ohne Erfolg.

 

Du kannst in Nero Vision, wenn Du die ts- oder m2ts-Datei bearbeitest, unten im Fenster den Videotrack doppelt anklicken. Nun erscheint ein Fenster, in dem Du den gewünschten Track auswählen kannst (beide geht leider nicht, zumindest nicht bei NV 4).

 

Geht auch in der 5er nicht. Ein separater mit tsremux demuxte Tonsüur kann man zwar separate einfügen, doch hat sie eine unterschiedliche Länge zum Film mit der ersten Tonspur.

 

 

Bei Nero Recode 3 kannst Du die Tracks normalerweise auswählen, wenn Du in den Optionen die klassischen Profile aktivierst (aber eigentlich sollten auch so beide Spuren erkannt werden).

 

Die Profileinstellungen haben keinen Einfluss darauf, wie viele Tonspuren erkannt werden, weder die alten AVC, noch die neuen AVC, noch die neuen oder alten "Standard" ASP Profile.

 

 

Versuch mal, in den Videooptionen das Nero Smart Encoding entweder auf "Automatisch" oder "Aktiviert" zu stellen. Dann dürfte die Audiospur eigentlich nicht neu kodiert werden.

 

Wenn das Problem mit den unterschiedlichen Längen bei der Tonspur nicht schon wäre, dann kommt noch hinzu, dass Nero 5 (mit Blu-Ray-Paket) mehrere AVC Profile zum Export anbietet. Eines mit Nero Digital, dann werden alle Tonspuren (also auch die 5.1 die AC3 bleiben sollte) nach AAC konvertiert. Ein weiteres Profil ist AVC generell, dort gibt es AVHCD, HD DVD und Blu-Ray kompatibel zur Auswahl. In Frage kommt nur Blu-Ray kompatibel, da nur dort mit der Bitrate für die Videoauflösung und die Auflösung selbst analog Nero Recode frei eingestellt werden kann. Die anderen beiden Profile erhöhen die Bitrate. Im Blu-Ray-Profil gibt es keine Auswahl "automatisch" für die Tonspuren. Es gibt nur die Auswahl zwischen Stereo, AC3 2.0 und AC3 5.1 für alle Tonspuren.

 

Die Option automatisch für die Tonspur gibt es nur, wenn man einen Film nicht exportiert, sondern ihn direkt als Blu-Ray erstellt. Der Modus bläht die Datei aber auf, sie wird dann nicht kleiner recodiert, sondern auf die best mögliche AVC Profil/Level Kombination, die auf eine 25 GB Blu-Ray passt. Meist 1920x1080 25p progressiv Level 4; kommt aber auch vor dass 1920x1080 60p progressiv Highprofil encodet wird. Letzteres können die Blu-Ray Player nicht abspielen. Sie "stören sich an dem Highprofil, welches zusätzliche Optionen zur kKoprimierung des Flms anbietet.

 

Beste Grüße

 

Fritz

 

P.S. Smart Encoding steht auf "aktiviert".

Edited by fritzmeier5

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sr71

Ich schaffe es einfach nicht in Nero Recode (Nero 8) die Tonspur als AC3 zu lassen.

Nero will scheinbar immer ACC draus machen :unsure:. Was ja auch wieder ewig dauert. Bei mir

steigt die Zeit auf 60000 Minuten. Solange ;) will ich natürlich nicht warten (AMD X2 5400@2*3GHz,4GB).

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fritzmeier5

Hi,

 

Nero Recode verschluckt sich gelegentlich an den m2ts Files von tsremux. Es ist daher wichtig nur 1 Tonspur beim remuxen in die m2ts Datei zu stecken.

 

Du siehst wahrscheinlich, dass der Film auf "entfernt" steht, wenn Du AC3 als Tonspur auswählst, oder?

 

Es kommt vor, dass die Stelle, an der tsremux bei den Einstellungen Trim start (Trim End) schneidet genau die falsche für Recode ist. Hier hilft nur den Film vorne und hinten erneut zu remuxen und vorne (wie hinten) 1 Sekunde mehr abzuschneiden. Wichtig ist, dass der geschnittene Film definitiv nur eine einheitliche AC3 Spur enthält. Ist zum Beispiel "Restwerbung" enthalten, die Stereo ist, dann geht es nicht.

 

Beste Grüße

 

Fritz

Edited by fritzmeier5

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fritzmeier5

Hallo Allerseits,

 

habe heute noch einmal versucht etwas über die Standards für BD9 und AVREC zu erfahren, um definitiv eine Blu-Ray-Player kompatible Blu-Ray-DVD zu brennen. An genauere Spezifikationen kommt man leider nicht, aber auf der Seite

Doom9 testen einige Anwender mit Hilfe von MeGui und Scenarist (letzteres ist professionelle Software) an einer Lösung. Sie sind allerdings nicht weiter als wir hier.

 

Wichtig ist, dass der Film in einer Standardauflösung 1280x720 oder 1920x1080 recodet wird, wenn er als Blu-Ray-DVD gebrannt werden soll. Also beschnittene Formate, wie 1280x544 etc. werden von Blu-Ray-Playern nicht abgespielt.

 

Beste Grüße

 

Fritz

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